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Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
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5
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Sachse» seit dem Jahre 1827

Ums,tuschen Stände mit den erbländischen war eine wesentliche Veränderung>md der erste Schritt zu einer nähern Vereinigung der durch Lerschredrnheit derVerfassung und Verwaltung getrennten Landestheike. Aus dem letzten Lanotageunter Friedrich August s Regiernng (1824) wurde k-rn Antrag aus eme Umbil-dung der Verfassung laut. Es schien sich die Überzeugung beirstigt zu haben, daßdeS Königs Genehmigung nicht erwartet werden kennte, und bei seiner entschiede-mn Abneigung gegen Veränderungen des Bestehenden mochte die Achtung gegenstiiie Persönlichkeit Zurückhaltung vorschreiben und von seinem Nachfolger hoffen,was die Gegenwart versagte, während man dankbar die einzelnen Verbesserungenin der Landeskultur und in dem VerwaltungsorganiSmuS empfing, die auch seit1815 eingeführt wurden. ^ .

Die Beweise treuer Anhänglichkeit, die der König Anton erhielt, als ernSet. 1827 nach aller Sitte in Dresden, Frechern,. Plauen, Bautzen und Leipzigpersönlich die Huldigung empfing, waren auch Außciunge» der Hoffnung, jeneWünsche erfüllt,» sehen, die aus der Zeit seines VorfahrS mitgebracht wurden.Die Gerüchte, die schon vor dem Jahre 1830 laut wurden, der König werde di-Herrschaft seinem Neffen Friedrich August übergeben und sein Alter in stiller Zu-rückgezogenheit genießen, hatten eine Quelle mit solchen Wünschen. Der Kö-nig gab gleich nach seiner Thronbesteigung einige Verfügungen, die frohe Hoff-nungen erweckten. Der Erlaß der Gebühren, welche alle dem König« lchmpflich-tige Güter nach altem Recht« bei jeder Rezierungsveränderung bezahlen mußten,und die gegen eine Million Thaler betragen haben würden, machte einen günsti-gen Eindruck, und nicht weniger wichtig für den schwer belasteten Bauer war die

Verminderung des Wiidstandes in den königlichen Forsten, die viele alte und ge-rechte Klagen stillte. Die Milderung der strengen Hofsitte, welche die Annäherungan den Fürsten erschwert hatte, wurde besonders im Anfange der Regierung desKönigs als eine erfreuliche Erscheinung aufgenommen, und eS schien auch ein Zei-chen einer neuen Zeit zu sein, daß Tzschirner bei der Huldigung in Leipzig freimü-thige Worte an den König richten konnte, wicwol die altgewohnte Ängstlichkeit sienicht ganz so drucken ließ, als der Redner sie gesprochen. Auch trat Manches her-vor, das eine raschere Bewegung in der Verwaltung ankündigte. Wurden endlichseit 1829, nach hundertjähriger Berathung, Anstalten zum Bau der Brücke beiWürzen auf der belebtesten Heerstraße des Landes gemacht, so konnte ja auch fürviele andere vertagte Entwürfe der Äugenblick der Ausführung kommen. Aber dieErfüllung zögerte zu lange für die ungeduldige Erwartung, und wenn einzelne Ver-besserungen in den Verwaltungsjweigen befriedigten, so war der Erfolg im Gan-zen des StaaksorganiSmus zu wenig sichtbar, während der Blick des Volkes fürdie Mängel des Bestehenden immer mehr geschärft wurde. Für freimüthige Er-örterung der Angelegenheiten deS innern Staatslebens hatte sich in Sachsen langewenig Empfänglichkeit geregt und es fehlte selbst an einem Organ für öffentlicheBesprechung. Während der fremden Verwaltung ward ein erfreulicher Anfang ge-macht, durch eine amtliche Zeitschrift das Volk über die Angelegenheiten deS Lan-des zu unterrichten und die Öffenllichkeitscheu zu verbannen. Bei dem Mangelsolcher Mittheilungen waren den Sachsen früher manche gute Einrichtungen ihresVaterlandes, manche Fortschritte der Landescultur wenig bekannt geworden, undes ward ihnen dadurch ebenso sehr ein wirksames Mittel politischer Bildung alsem kräftiges Erw-ckungSmittel der Vaterlandsliebe entzogen. Das Bedürfnißöffentlicher Besprechung kündigte sich aber so laut an, daß bald nach 1815 darangedacht ward, es zu befriedigen. Der Cabinelsminister Graf von Einsiedet ließ sicheinen Plan zu einer Zeitschrift vorlegen, die dasGouvcrnementSblatt" der frem-den llandesverwaltung ersetzen sollte; aber der Öffentlichkeit sollt-von oben herabzu «e,ng Begunstrgung gewährt werden, als daß sich die Ausführung d-S Planes