ij) Von der Messung unzugänglicher Entfernungen.
Wenn man sich zur Bestimmung eines Dreieckesoder einer geradlinigen Figur, oder einer Verbindungmehrerer Dreiecke, außer den beobachteten Winkeln, eineSeite zur Grundlinie wählt; so muß man besonders indem letzten Falle, alle Sorgfalt und Aufmerksamkeitauf die richtige Abmessung derselben verwenden. Diesefestgelegte Grundlinie, macht die Angaben der durch siezu bestimmenden übrigen Theile der Figur, mit Rücksichtder dabei vorkommenden Umstände desto sicherer, je lan-ger sie fortgezogen und je genauer sie gemessen wird.Soll sie vielleicht die Grundlinie einer Dreieckverbindungabgeben, wovon die richtige Lage ganzer Lander abhängt,oder zu einem andern ähnlichen Zwecke dienen, so mußman zu ihrer wirklichen Ausmessung, Maßstäbe nehmen,die längst einer ausgespannten Schnur an einander gelegtwerden; oder man muß der gewöhnlichen Meßkette eineandere Einrichtung geben, während der Operation aufdie durch die Wärme bewirkte Ausdehnung Rücksichtnehmen, und nach vollendeter Messung, die Standlinie,wenn sie vielleicht auf einer schiefen Ebene liegt, nivelliren.Selten ist der Boden so eben, daß sich die Kette in ge-rader Richtung ausdehnen kann. Damit sie nun geradeund richtig ausgespannt werden kpnnc; so erhält sie eineUnterlage von Brettern, die auf 5 bis 4 Kettenzügeeingerichtet ist. Die Vernachlässigung des Nivellirenshat mit dazu beigetragen, baß die von Maupertuis aus-geführte Gradmcssung in Lappland so unrichtig ausfiel,daß die Länge des Grades am Polarkreise 22Z Toisen,d. i. iZ 84,8 rhl. Fuß von ihm zu groß angegeben wor-den ist. Dieses zeigte sich bei der im Jahr i8or —