ausmacht 45°, so ist der Schaue» mit dem Gegenständevon gleicher Große. Merkwürdig bleibt dieses Verfahrenwohl deshalb, weil die erste» Messungen nach selbigem ge-schehen sind. Verfiel Thales zuerst auf die Eigenschaftendes gleichschenkligen Dreieckes; so mag er auch auf dievorhin gedachte Art die Höhen der Pyramiden in Aegyp-reu angegeben haben.
Die gewöhnlichsten winkelmcssenden Instrumente sind,die Boussolc, der Meßtisch, die Zollmannschc Scheibe mitoder ohne Kipprcgel, das Astrolabium u. in. a. An und fürsich kann man dieses oder jenes Instrument nicht für verwerf-lich oder brauchbar und zweckmäßig erklären. Plan nndUmstände schreiben dem Feldmesser, bei welchem man einerichtige Kenntniß und Beurtheilung seiner Instrumente vor-aussetzen darf, die Auswahl derselben vor. Bei den Hö-henmcsiungcn und überall, wo es auf Rechnung ankommt,verdient das Astrolabium wohl den Vorzug, wenn esgut gearbeitet, nicht aus einem zu kleinen Halbmesser besteht,richtig eingetheilt, mit eitlem Nonius, Fernrohr und andernVorrichtungen versehe» ist, die zur Vollkommenheit dessel-ben und zur Bestimmung der kleinern Abtheilungen derGrade dienen. Die Englischen Werkzeuge dieser Art un-terscheiden sich dadurch, daß man selbst bei einem kleinenHalbmesser des Instruments, auf eine genaue und richtigeEinihcilung rechnen kann.
§. 27.
Aufgabe. Die Höhe eines Gegenstandes zu be-rechnen, wenn man die StationSpnncte oderdie Standlinie auf der Horizontalflache nichtin einer Richtung annehmen kann, daß siemit der lothrechten Höhe in einerlei Vertical-ebene liegt.
Es sei (Fig. 14.) die gesuchte Hohe; so messe