die Dämmerung die ganze Nacht hindurch dauert.Dieses wird überall so lange geschehen, als die Sonnebei ihrem Durchgänge durch den Meridian unter demHorizonte nicht eine Tiefe von erreicht. Stelltnun die Linie vor, welche der Mittelpunkt der
Sonne in ihrer Bewegung, von Mittag bis Mitternacht,beschreibt; so ist offenbar, daß die Dämmerung in denNächten nicht unterbrochen wird, wo die Sonne beiihrem tiefsten Standpuncte in N, nicht wie in derFigur unttr, sondern über v bleibt, d. h. so lange derBogen größer als ist; daß sie alsdann ihreGrenze erreicht hat, wenn mit O zusammenfällt oder— s)v ist und endlich; daß die Dämmerung inden Nächten nicht mehr Statt finden kann, wennkleiner als ()I1 wird. Es ergibt sich hierbei von selbst,daß, wenn die Gegenden auf der nördlichen Halbkugelder Erde durch die Dämmerung erhellet werden, dieSonne sich in ihrer Laufbahn auch in den nördlichenDeichen, auf der südlichen aber, in den südlichen ver-weilen müsse. — Es hängt aber die vorhin erwähnteLage der Puncte N und v, von der Lage der Pol-oder Aequatorhöhe eines Ortes ab. Denn der SogenOl? bezeichnet die Abweichung der Sonne und isthingegen ist f)O —(Zk—d. h. der Höhedes Aequators weniger ig°. Die größte Abweichung,welche die Sonne erreicht, beträgt 2Z° 23^ beinahe.Setzt man nun die 13° als den Abstand des Damme-rungskreises vom Horizont dazu; so erhält man 4*° 2^.Diese Zahl bestimmt als Aequatorhöhe die Grenze, beiwelcher die durch die Nacht dauernde Dämmerung an-fangt. In allen Gegenden also bleibt die Dämmerung