Anmerkung 2. Aus dem OZus. m.) ersieht man, daß manaus der gegebenen Lange und Breite eines Sterns nebstder Schiefe der Ekliptik, die Abweichung und geradeAufsteigung desselben finden kann. Nur ist zu bemerken,daß man von dieser Aufgabe in der Astronomie nicht sohäufigen Gebrauch macht, als von der vorigen, welcheauch besonders dazu dient, die in der Nahe der Ekliptikbefindlichen Fixsterne nach ihrer Lange und Breite zu be-rechnen. Man hat aber auch überhaupt diese Berechnun-gen i» Verzeichnisse gebracht und sie mit in die astrono-mischen Tafeln aufgenommen.
§. 112.
Aufgabe. Auf der Erdfiache sind Behufs einerLandesvermessung, zwei Seiten und der einge-schlossene Winkel vermessen, und die dritte Seitedaraus nach den Grundsätzen der ebenen Tri-gonometrie berechnet worden; mau fragt, wiegroß diese Seite sei, wenn man die durch un-mittelbare Messung gefundenen Stücke, wegender Gestalt der Erde, als Theile eines sphäri-schen Dreieckes betrachten will.
Erläuterung. Bei geographischen Vermessungenliegen die Schenkel der Winkel in Vertical-Ebenen unddie Visirlinien sind daher Tangenten, welche die Größedes spharischen Winkels, von dessen Scheitelpunct sieausgehen, genau angeben. Die in der Richtung derVisirlinien ausgestecktcn und gemessenen Schenkel, sindeigentlich Bogen größter Kreise auf der Erdflache, dienach Graden, Minuten rc. 15 Meilen auf einen Gradgerechnet, müssen ausgedruckt werden.