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Kurze Darstellung der sphärischen Trigonometrie
Entstehung
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§. 49 -

Unter der geographischen Breite eines OrtesKV versteht man den Abstand desselben vom Aeguator,welcher durch den Bogen eines Mittagskreises gemessenwird. Die geographische Breite ist nördlich oder säd-rlich, je nachdem der Ort selbst auf der nördlichen odersüdlichen Halbkugel liegt. Sie kann nie größer als 90"werben. Alle Puncte, die im Aequator liegen, habenweder eine Breite noch eine Polhöhe, weil beide Poleim Horizonte liegen.

§. Zo.

Zur Bestimmung der Langen wählt man irgendeinen Meridian, als den ersten. Es ist zwar an sichvöllig gleichgültig, durch welchen Punct des Aeguatorsman denselben legen will; allein die meisten Geographenziehen ihn zwischen der westlichen Küste der Insel Ferround der Stadt derselben, so, daß er genau 20° weiternach Westen liegt, als der, durch die Pariser Stern-warte gezogene Mittagskreis. So bald man die Lagedes ersten Meridianes fest gesetzt hat, so bezeichnet mandurch die Lange eines Ortes U den Bogen desAeguators ^V, welcher zwischen zwei Mittagskreisen,nehmlich den ersten und dem Mittagskrcise

des Ortes kkp befindlich ist. Man zahlt die Gradedes Aeguators von Abend gegen Morgen ununterbro-chen fort; oder man zahlt nur 130° auf der Morgen-oder Abendseite von und unterscheidet dann die

östliche und westliche Lange.

Anmerkung 1 . Aus der Lange und Breite eines Orics laßtsich die Lage desselben, wie in der Folge gezeigt werden