lind die Erleuchtung am Nordpol faßt daselbst nichtmehr einen so großen Raum als vorher. Stehet dieSonne aber über dem Aequator senkrecht, so ist derSag überall auf der Erde eben so lang als die Nacht.Rückt sie nun weiter nach Süden fort; so erfolgen aufdiesir Halste der Erdkugel, alle Erscheinungen eben soals vorher auf der andern. Das Licht verbreitet sichjetzt immer mehr über den Südpol, und die Gegendum den Nordpol liegt im Dunkeln.
Anmerkung r. In der Natur sind solche genaue Grenzli-nien, wie hier angenommen sind, nicht vorhanden. DerUebergang der gemäßigten in die heiße und kalte Zone ge-schiehet nach und nach und die zu der gemäßigten Zone ge-rechneten Theile an der kalten und heißen Zone, sind auf dereiticn Seite nach Beschaffenheit der Warme und Witterungwehr zu den angrenzenden Zonen als den gemäßigten Erd-strichen zu rechnen. Tiefe Benennung käme physisch nurdeni mittlern Theile derselben zu. Nach der gewöhnliche»Angabe ihrer Größe gehört dazu der größte Theil des fe-sten Landes, nehmlich zum nördlichen beinahe ganz Nord-amerika, ganz Europa, ein ansehnlicher Theil von Asien,zum südlichen Erdstriche aber ein Theil von Südamerica,der obere Theil von Africa, Neuseeland und mehrere In-seln des Sudmeercs.
Anmerkung 2. Die kalten Zonen sind wenig bekannt. Siesind besonders nach den Polen hin, mir Eis und Schneebedeckt. Die Dauer der längsten Tage und Nachte betragtbeinahe ein halbes Jahr. In der nördlichen kalten Zoneliegt beinahe ganz Grönland und die Nordkusten von Lapp-land und Sibirien. Von der kalten Zone am Nordpolsind von Reisenden bisher kaum die Grenzen berührtworden.