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Kurze Darstellung der sphärischen Trigonometrie
Entstehung
Seite
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soll, mit mathematischer Genauigkeit angeben, und an« die-sen Angaben lassen sich alsdann größere und kleinere Theileder Erdflache mit den andern zu einer Gegend, oder zueinem Lande gehörigen Stucke, als Berge, Quellen, Flüsse -c.abbilden und zeichnen. Städte, deren Lange und Breitebekannt sind, geben z. B. die festen Puncte auf einer Land-karte ab.

Anmerkung 2. Diejenigen Bewohner der Erde, durch de-ren Gegenden derselbe Meridian gehl, deren Breite aberentgegengesetzt ist, wie z. B. die Gegenden von H und k(Fig. 20.), haben zu gleicher Zeit Mittag, aber entgegen-gesetzte Jahreszeiten. Diejenigen aber, welche an entge-gengesetzten Stellen desselben MillagSkrcises unter einerleiBreite wohnen, haben einerlei Jahreszeiten, aber die Ta-geszeiten zahlen sie 12 Stunden spater. Auf zwei entge-gengesetzte» Stellen eines Erddurchmessers wohnen.Anti-poden.

Anmerkung Z. Der Aeguaior wird wie jeder andere Kreisin g6o° getheilt. Macht man auf diesem Kreise außerdem »och 24 gleiche Abtheilungen, so erhalt jede derselbenGrade. Ziehet man nun durch alle Theilungspunctedes Aequators Mittagskreise, so tritt die Sonne wahrendihres täglichen scheinbaren Umlaufes um die Erde, in einenMeridian, der 15° weiter nach Westen liegt, als ein ande-rer, eine Stunde spater als in diesen; in einen derzo" weiterliegt, zwei Stunden, in eine» der 45° westlicher liegt, dreiStunden spater und so früher oder spater, je nachdem derBogen des Aequators, dcrzwischc» dem Meridian des Ortesund dem östlichen, von welchem man zu rechnen anfangt,größer oder kleiner ist. Ueberall, wo die Sonne in denMeridian tritt, ist Mittag. Man würde daher, wenn manig° von Morgen gegen Abend in einer Richtung zurück-gelegt hatte, in einem Orte, wo man ankommt, eine Stundefrüher sein, als an dem, welchen man verlassen hat. Da-her kommt es auch, daß Reisende, welche die Erde von