Sonnen, von der Natur wie die unsrlge ist, von wel-cher man nur alsdann eine ihrer Größe angemesseneund würdige Vorstellung hat, wenn man mit einemHalbmesser, der zweimahl so groß als der Mondvon uns entfernt ist, d. h. mit einem Halbmesser vonmehr als 105200 Meilen *) einen Kreis beschreibt undin diesen Raum die Sonnenkugel setzt. Auf diese Arterweitert die Sternkunde unsere Einsichten und berich-tiget unsere Begriffe über die Gegenstände der Narur.Selbst der kühnste Flug der Phantasie würde es nichtgewagt haben, jene kaum sichtbaren Puncte des Firma-ments zu Weltkörpern von so erstaunlicher und uner-meßlicher Größe umzuschaffen, wenn wir uns nicht da-von durch unleugbare Gründe der Vernunft überzeugenkönnten. Diese wenigen Bemerkungen zeigen zurEuüge, wie schön und erhaben diese Wissenschaft inihrem Innern sei, wie reich au Wahrheit, wie befrie-digend für Geist und Herz.
Die vollständige Entwickelung dieser Lehren gehörtin das eigentliche Gebiet der Astronomie, deren erstesGeschäft es ist, die Bewegung und den Abstand derSterne, nach der Lage und Richtung gewisser Kreise amHimmel mit Hülfe einiger wenigen leicht zu machendenBeobachtungen zu bestimmen. Da nun die Kenntnißderselben, selbst den wenigen, in der Folge hier vorkom-menden Anwendungen der sphärischen Trigonometriezum Grunde liegt; so ist dieser Abschnitt den Betrach-tungen der Kreise, Linien und Puncte an der Himmels-kugel gewidmet.
') Genauer betragt der Halbmesser der Sonne, wie in derFolge gezeigt werde» soll, gegen 112 Erdradjcn.