tcn Ordnung. So gehet man in dieser Abstufung fortund ein etwas geübtes Auge, unterscheidet den Glanz unddie Lichtstarke der Sterne der neunten, zehnten rc. Ord-nung, bis endlich nicht nur einzelne Sterne, sondernauch ganze Sterngruppen so unkenntlich werden, daßsie unsere Aufmerksamkeit fast gar nicht zu reizen undin ein unbedeutendes Ncbclwölkchcn zusammen zu flie-ßen scheinen. Vielleicht aber giebt es für den denken-den und fühlenden Menschen in dem unendlichenReiche der Schöpfung, keine so überraschende, keine sohinreißende Scene, als die Betrachtung eines solchenNebelwölkchens durch ein gutes Fernrohr. Dieses lö-set die Nebelschimmcr in einzelne von einander durchmerkliche Zwischcnraume getrennte und hellstrahlendeSterne auf, ein neuer, nie gesehener Himmel scheintauf einmahl aus diesem dunkeln Grunde hervorzutreten,so, daß man in einem Raume, den der Mond am Him-mel zu bedecken scheint, viele tausend hellfunkelnde Sternefindet. Der Verstand trauet den Sinnen nicht, manwahnt sich getauscht und mit Begierde sucht das bloßeAuge diese Stelle unter den übrigen Sternen am Him-mel auf; aber es ist Wahrheit, Wahrheit wie sie dieNatur zu geben und der Verstand zu fassen vermag,und man empfindet es in seinem ganzen Umfange, wasKastner so schön sagt: „einen einzigen neblichkeN
„Stern verwandelt das Fernglas in einen Himmels,voll Sonnen." Denn alle diese Sterne vom Siriusbis zum kleinsten schwächsten Puncte hin, welchen dasAuge des Sterblichen nur zu erreichen vermag, sindSonnen, die nach aller Wahrscheinlichkeit andern un-zählbaren Weltkörpern Licht und Warme ertheilen,
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