Wenn man auf der Oberfläche der Erde einenOrt für die Beobachtungen der sich am Himmel zeigen-den Erscheinungen fest gefetzt hat, so giebt es dreigrößte Kreise, welche in ihrer Lage gegen einander un-verändert bleiben. Diese sind der Horizont, der Aequa-tor und der Meridian. Wählt man sich nun zu sei-nem Standpuncte eine Anhöhe oder einen solchen Ort,von welchem aus man rings umher eine freie, durchkeine Gegenstände oder andere Hindernisse unterbro-chene Aussicht hat; so heißt die äusserste Grenze »R,(Fjg. 14 .) an der Himmelskngel, über welche man nichtweiter hinaus sehen kann und durch welche also dieüber uns befindliche sichtbare Halbkugel, von der unteruns liegenden unsichtbaren abgesondert wird, der wah-re oder astronomische Horizont (Gesichtskreis).Seine Ebene geht durch den Mittelpunkt der Erde undheißt die Ebene des wahren Horizonts. Denkt mansich nun durch den Standpnnct des Beobachters einemit der vorigen parallellaufende, bis an die Himmels-kugel erweiterte Ebene, so, daß diese von der vorigenum den Halbmesser der Erde absteht; so heißt dieserKreis der scheinbare Horizont.
Der Auf- und Untergang, die Morgen- und Abend-weite, die Höhen rc. der Gestirne, beziehen sich vor-nehmlich auf den Horizont. Alle mit dem Horizonteparallellaufende Kreise, wie L56, nennt man daher-Almucantharars- oder Höhenkreise,
§. 24.
Ziehet man nun eine gerade Linie 2 b? (Fig. 14.)
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