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einem Windofen, ohne allen Zusatz von Blei, weil hiernur die Absicht ist, das dem Blicksilber noch anhän-gende Blei völlig wegzubringen. Man giebt hierbei destomehr Hitze, je weniger Blei beim Silber ist, gleich an-fangs; erhält es auch darin,- damit es stets im Flusse bleibeund riilirt es zu Zeiten sanft um. Zuletzt bekömmt esauf der Oberfläche Regenbogenfarben, wird spiegelglän-zcncl und hell. Man lässt es hierauf erstarren; lässt nachund nach heisses Wasser darauf laufen, nimmt den Ku-chen aus dem Teste heraus, und spült und kratzt ihnab. — Auf eine älndiche Art wird auch im Grossen daseingcschmolzene mit Kupfer legirte Silber fein gebrannt,mit dem Unterschiede, dass man hier 16 bis 18 mal so vielBlei, als nach der Probe Kupfer beim Silber ist, zusetzt.Man erhält das Silber auf diese Art höchstens nur zu i 5Loth 16 Grän fein.
4 . Feinmachen des Silbers durch Salpeter.
Eine andere Weise, das Silber vom Kupfer und denübrigen unedlen Metallen zu reinigen, heist Silber durchSalpeter fein machen. Sie gründet sich auf die Eigen-schaft des Salpeters, alle unedle Metalle kräftig zu oxy-diren, wobei hingegen die edlen Metalle gar nicht ange-griffen werden. Da nun die metallischen Oxyde und Glä-ser mit dem regulinischen Metalle nicht vereinigt bleiben,und diese wegen ihres grösseren eigenthümlichen Gewichtsim Flusse zu Boden sinken: so können sie auch leichtgetrennt werden.
Um diese Arbeit zu verrichten, verwandelt man daszu reinigende Silber in Körner, oder in dünne Blech-