66
welche vorher mit dem Golde vermischt waren. Wenndas Plachma silberhaltig ist: so scheidet man den Schwe-fel und das Antimon durch Erhitzen, Schmelzen und Ver-blasen auf einem Heerde von Reissblei und Thon unterder Muffel, und macht den Rückstand, falls es nöthig ist,nachher durchs Abtreiben fein.
Durchs Giessen mit Schwefel-Antimon wird das Goldmit den geringsten Kosten und dazu ziemlich vollständigvon allen Metallen (Platin ausgenommen) gereinigt. Sil-berhaltiges Gold behält indessen doch auch noch einenkleinen Antheil Silber zurück. Allein diese Operationist wegen der Dämpfe des Antimons beim Verblasen fürdie Gesundheit der Arbeiter sehr nacht heilig und gefähr-lich. Man hat dieserhalb vorgeschlagen, das Antimondurch ätzenden Quecksilber-Sublimat, vermittelst einerDestillation zu scheiden, zu diesem Ende das goldhaltigeAntimon klein zu stossen, mit 3 oder 4 mal so viel Subli-mat vorsichtig zu vermengen, und dann aus einer gläser-nen Retorte mit der Vorlage im Sandbade, bei einem nachund nach zu verstärkendem Feuer zu desttlliren, wobeisogenannte Spiessglanzbntter gebildet wird, die übergeht,und das reducirte Quecksüber, bei aber noch -verstärktem.Feuer, übergetrieben werdenkann, und auf diese Weise dasGold schön rein zurückbleibt, das man nachher sammelt,und mit etwas Borax und Salpeter zusammenschmelzt.
Es hat aber auch dieses Verfahren Schwierigkeitenund Gefahren. Sicherer ist es (aber freilich mit eüiigemVerluste an Golde verbunden), statt des Verblasens, dasgepulverte oder zerstiiekte antimonhaltige Gold durch dop-pelt soviel damit vermengten, reinen, trocknen Salpeter,