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Die christliche Lehre vom heiligen Abendmahl nach dem Grundtext des neuen Testaments : mit e. Abriss d. Geschichte dieser Lehre ; ein Versuch
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qui sacramentum accipiunt. Er beruft sich ausdrück-lich darauf, dass die römische Kirche die kör-perliche Gegenwart (corporalem praesentiain)bestätige, auch ihr Messkanon, worin offenbar derPriester bete, dass unter Verwandlung des Brodes derKörper Christi werde (mutato pane ipsum corpusChristi fiat). Die beiden Stellen, welche darauf Me-lanthon aus Vulgarius (d. i. Theophylact, Erzb. vonAclirida in Bulgarien.) und Cyrillus für seine Mei-nung anführt, beziehen sich nach römischer Ansichtauf die Transsubstantiation.

Zur Zeit, wo Luther die SchmalkaldisclienArtikel abfasste (1537), scheint er selbst kein sogrosses Gewicht auf die Abendmahlsvorstellung gelegtzu haben. (Vgl. P. III, Art. 6.) Er sagt, Brod undWein im Abendmahl sei der wahrhaftige Leib unddas Blut Christi, und werde nicht allein den frommen,sondern auch den gottlosen Christen (vom Glaubenalso unabhängig,) zu Theil. Weiterhin aber heisst esgegen die katholische Lehre: Von der Transsubstan-tiation aber achten wir der spitzfindigen So-phisterei gar nichts, wonach sie lehren, dass Brodund Wein verlassen und verlieren ihr natürlich We-sen und bleibe allein Gestalt und Farbe des Brodesund nicht das wahre Brod. Denn es reimt sich mitder Schrift aufs Beste, dass Brod da sei und bleibe,wie es Paulus selbst nennt: Das Brod, das wir bre-

chen, und: Also esse er von dem Brodc. — Von derVerwandlungslehre war er uun abgegangen; desto sorg-fältiger, scheint es, wollte er das entgegengesetzteAeusserste vermeiden, das er mit gleicher Heftigkeitbestritt und sich in einer unklaren, völlig im Unbe-