2. lieber das VI. Kapitel des Evan-gelisten Johannes.
Gleich im Anfänge seiner Darstellung lässt Johannesden hohen Standpunkt seiner Betrachtungsweise klarliervortreten. Das I. Kapitel zeigt Christum als dengöttlichen Logos in seinem vorweltlichcn Daseyn undin seiner fortwährenden Einheit mit Gott, auch nach-dem er im Fleisch, (verkörpert,) in dem Menschen Je-sus der Menschheit offenhart worden war, so dass sieseine Herrlichkeit, die Herrlichkeit des auf ganz ein-zige Art aus Gott Gehörnen, mit Gott geistigerweiseEinigen anschauen konnten. Er war das wesentlicheLicht, welches jedem Mcnseliengeiste leuchtet, undkam auf die Erde, d. i. er trat in der menschlichenGestalt unter die Menschen, um dem Licht der Wahr-heit und des Guten den Sieg über die Finsterniss desUngöttlichen und Bösen zu verschaffen. Nachdem aufihn, diesen menschlichen Heiland des Menschenge-schlechts die Fülle göttlichen Geistes lierahgekommenwar, ( 3 layvq rov loyov tu civivucc, o>g atua actQy.ug •Ciem. Alex.) so konnte er gleicherweise diejenigenmit heiligem Geiste taufen, die himmlischen Gabendenen crtheilen, welche zum wesentlichen Licht, zumgeistigen Lehen, d. i. zum wahren, ewigen Heil kom-men wollten.