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kein andrer, als der Joh. XV, 13. Grössere Liebehat Niemand, als der sein Leben hingibt für seineFreunde.
Ein drittes •wesentliches Moment, welches wir inder Abendmahlsfeier zu erkennen haben, ist, wie wirschon mehrmals gelegentlich angedeutet, die Idee derGemeinschaft. In doppelter Hinsicht soll diese Ge-meinschaft gedacht werden: zuerst hinsichtlich auf
Christum und die Gläubigen, d. i. seinen Leib, dieKirche; dann aber auch hinsichtlich der Gläubigen un-ter einander selbst: was jedoch zuletzt auf Eins undDassel he hinauskommt. Die das Abendmahl Feiern-den stellen sich dar als begriffen und stehend in derinnigsten Verbindung und Einheit mit Christo, ihremHerrn und Oberhaupte, als die Glieder seines Leibes,in denen sein himmlischer Geist fort und fort wohnensoll, welche ihr Lehen zu dem göttlichen Lehen Chri-sti mehr und mehr hinanbilden, von Tag zu Tage dem-selben stets mehr verähnlichen w'ollen.
Diese Gemeinschaft der das Abendmahl Feiern-den mit dem Erlöser dürfen wir uns freilich wiedernicht denken als eine leiblich-sinnliche, welche aufkörperlichem Wege oder magischerweise zu Standegebracht würde: nichtsdestoweniger ist sie aber einewahrhafte und wesentliche, eine wirkliche Gemeinschaft.Denn so wie diese Gemeinschaft durch die Sinnbilderdes Leibes und Blutes Christi, das Brod und den Wein,welche er seinen Jüngern unter Anwendung der Ein-setzungsworte zum Genuss darbot, und seinen Gläubi-gen hei der Feier des heiligen Mahles fortwährenddarbictcn lässt, äusserlich und sinnbildlich vorgestelltwird; so soll dieselbe gleichzeitig auch innerlich voll-