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Die christliche Lehre vom heiligen Abendmahl nach dem Grundtext des neuen Testaments : mit e. Abriss d. Geschichte dieser Lehre ; ein Versuch
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kommen kann, aber doch auch gern gnädig und barm-herzig seyn, und seine Liebe beweisen will; welcherzuletzt, um diese Liebe zu beweisen, eine offenbareUngerechtigkeit, ja eine empörende Grausamkeit be-ginge, indem er an einem Unschuldigen die furchtbar-ste Genugthuung sichverschaffte, um die Schuldigenungestraft davon kommen lassen zu können. Wie ver-trüge sich aber diese Vorstellung mit der Grün dl ehredes Christenthums, wonach Gott die Liebe und Gnade,der Vater aller Menschenkinder ist, welcher an bluti-gen Sühnopfern, Gaben und Darbringungen, schon vomBlut geschlachteter Tliiere, geschweige von Menschen,geschweige von dem Unschuldigsten, Fleckenlosesten,Heiligsten, keinen Gefallen haben kann? ja der ebenaus Liebe zu den Menschen, nicht aus Zorn übersie und um sich Genugthuung zu verschaffen, seinengeliebten Sohn zum Heiland der Welt in einem Men-schenleben (ev rjj oceQxi') erscheinen liess. Joh. III,16. Alle äusserlichcn Opferungen und Opfermahlzei-ten sind als Gottes und der Menschen unwürdig durchChristum aufgehoben und für immer abgeschafft. Auchdie freie Hingabe des Lebens uusers Heilandes ausLiebe für seine Brüder kann und darf nicht als einder beleidigten und erzürnten Gottheit wohlgefälligesSchlachtopfer, noch dazu für fremde Sünden, materiel-lerweise betrachtet, sondern nur als das Symbol unse-rer Versöhnung durch Christum mit Gott aufgefasstwerden. Die recht verstandenen hieher gehörigen Aus-sprüche des neuen Testaments, vtisq ?) p, lo v ettci&s, v 71 sq twv äv&QMnwv ccTtE&avs, u. s. f. sindweit entfernt unsrer Behauptung zu widerstreiten. DerGrundgedanke des Abendmahls von dieser Seite ist