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Die christliche Lehre vom heiligen Abendmahl nach dem Grundtext des neuen Testaments : mit e. Abriss d. Geschichte dieser Lehre ; ein Versuch
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auf das Passah lamm, als auf den Kelch, Vondem sehnsüchtigen Verlangen des Herrn, diesesOsterfest mit seinen zwölf Jüngern noch 'vor seinemLeiden zu begehen, (Luk. V. 15.) scheinen die andernErzähler nichts gewusst zu haben.

Endlich verdient bemerkt zu werden, dass Lu-kas zweimal des Kelches, den Christum nahm, u.s. w. gedenkt: nämlich zuerst V. 17. vor Erwäh-

nung des Brodes, und dann V. 20. wieder nachdessen Erwähnung. Wir lösen uns hier seinenfreien Ce \engang also auf: Abgesondert redet er

zuerst vom Essen, und bemerkt, Jesus habe seineSelmsucht nach dieser Passahmahlzcit mit den Jüngerngeäussert, aber auch zugleich erklärt, dass er sie nunnicht mehr mit ihnen halten werde. Dann gellt, er V.17. über zum Trinken, und bemerkt gleichergcstalt,Jesus habe den Jüngern den Wein zur \ertheilungunter sich dargeboten, ebenfalls mit der beigefügtenErklärung, V. 18. dass er nicht davon trinke, bis dasReich Gottes gekommen sey. Und nach dieser dop-pelten Vorbemerkung geht er erst zur Antiihruug dersinn- und bedeutungsvollen Hede Christi, zuerst heidem Ergreifen des Brodes, dann auch des Kelches,über. So scheint Alles wohl natürlich und begreiflich;und die sehr verschiedene Gestalt der Lesart schonin den ältesten Urkunden (vgl. Griesbachs krit. Ap-parat,) dürfte sich eher aus den gewiss sehr früh be-merkten Abweichungen der Nachbarevangclien von demvorliegenden erklären lassen, als zu der V oraussetzungvon Corruplioncu und ausgleichenden Einschaltungenberechtigen. Der Cod. Rliedigcr. lässt auch hinter,hoc est corpus mcum, V. 19. Alles weg bis zu