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Die christliche Lehre vom heiligen Abendmahl nach dem Grundtext des neuen Testaments : mit e. Abriss d. Geschichte dieser Lehre ; ein Versuch
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C'liristen selbst sich einhildcten, auch wohl davon re-deten, dass sie Fleisch und Blut ihres Herrn undHeilandes im Abendmahl zu essen und zu trinken be-kamen. In den heiligen Büchern ist aber an so etwasüberall so wenig zu denken, dass wir getrost dazu auf-fodern können, uns nur eine einzige Stelle nachzu-weisen, wo, indem von einem wirklichen, und nichtuneigentlichen, Essen und Trinken gesprochenwird, auch nur der Ausdruck, t'o a iou cc oder r/y v aäoy. cct ivog kad'ieiv, und r'o aiiia nvog Ttivsiv, denLeib, das Fleisch Jemandes essen, das Blutvon Einem trinken, gebraucht ist: es kann sich kei-ne finden. Johannes, bei dem die beiden letztgedach-ten Redeweisen von übersinnlichem Genüsse, wie wirim IV. Abschn. bewiesen haben, Vorkommen, kannuns nicht entgegengestellt werden. Und so geräth manauf alle Weise in Undenkbarkciten und unauflöslicheSchwierigkeiten mit der unstatthaften, grobsinnlichenVorstellung eines leiblichen Genusses, einzig und alleinin den Abschnitten vom Abendmahl. Suchen wir nunin andern Schriftstellen ganz gleicher Art dem Wider-sinn mit Recht sorgfältig auszuweichen, selbst in sol-chen, wo die Worte zwingender als in vorliegendenlersen erscheinen, warum nicht auch hier? Wer nimmtin dem anerkannt auf Christum sich beziehenden, gleich-falls aus dem alten Testament entlehnten Ausspruche:Der Stein, welchen die Bauleute verworfen, der istzum Eckstein geworden, Avill sagen, ist derGrundstein geworden, wohl an, dass Christusbuchstäblich zum Stein geworden sey? Luk. XX,17. mit den Parallelen Mark. XII, 10.' Matth. XXI,42. Apg. CF, ll. Gleichwohl liesse sich sagen, es