2:34
weise über leere Redensarten, oder — weiss selbstnicht, was man will.
Zuletzt noch dies: Wer das von dem Erlöser amletzten Abend gesprochene tovto tan. r 6 aü^iu^oveigentlich und buchstäblich versteht, muss zugehen, (vgl.die obige Erklärung von A’m/t«,) dass das eben derganze Leih Christi (es steht im Text t'o aü/.ia,nicht iy. tov (Joju ccrog,) war, welcher von den Schü-lern genossen, und, falls er nicht beständig aufs Neuegeschaffen wurde, (was nirgends geschrieben stellt,) inder Folgezeit von Niemand weiter mehr empfangen mulimmer wieder ganz genossen werden konnte. Und ge-setzt, aber nicht angenommen, dass in dem Brod undWein, welche der Heiland selbst in Händen hatte undwozu er bei der Austheilung sprach: Das ist mein
Leib, und, Das ist mein Blut, diese letztgedachtenGegenstände wirklich enthalten gewesen wären: worausfolgt denn, und wo ist der Beweis dafür, dass auch inallem nachherigen Abendmahlsgebäck und Getränk derMenschen, welches ein Kleriker zur Iland nimmt unddabei des Erlösers Worte nachspricht, dasselbe Stattfindet? Also man sieht wohl auch von dieser Seite, wieAlles an das Innere der die Abcndmahlsfeier Begehen-den gewiesen, Alles von deren Glauben und Gesinnungabhängig, aber nichts wesentlich an dasAeiisserlicheundSinnliche gebunden, noch davon durchaus abhängig ist.
Der Vorwurf, dass die Christen Menschenfleischässen, ist im apostolischen Zeitalter nie gehört wor-den. Allein späterhin kommt er hie und da zum Vor-schein, als die Vorstellungen vom Genuss des Erlö-sers immer mehr aus ihrer geistigen Region herab msSinnliche und Materielle gezogen wurden, und die