— 231 —
in jener alten Zeit: das Blut des Lammes, welches andie Thiirpfosten der Israeliten als ihr Beftungszcichengesprengt werden musste, ingleichcn das Blut, womitdie Sinaitische Stiftung besiegelt wurde, den Theilha-benden zu trinken gegeben worden ist, sondern zu ei-nem Zeichen diente: eben so wenig lässt sich nnneh-nicn, dass Christus unter ähnlichen Umständen undanalogen Verhältnissen, als er die Seinen zur neuenStiftung berief und verpflichtete, zum Genuss seines,noch dazu damals noch nicht von seinen Mördern ver-gossenen, Blutes sie habe einladcn wollen. Bas wuss-ten übrigens schon verständige Israeliten, dass es nichtsowohl auf das materielle Zeichen ankam, als auf diedarunter vorgestellte Sache. Daran dachte wohl Nie-mand, dass er dem an die Thürpfosten gestrichenenL.munshlute die glückliche Errettung vom Todesengel,die Befreiung aus dem Lande der Sclaverci zu ver-danken hätte, sondern Jebovah’s unsichtbarer Gnademul mächtiger Stärke. Ebenso, wenn der JüdischeHausvater sprach: Dieses ist das Passah, wel-
ches unsre Väter in Aegypten assen; so fielNiemanden ein, dass das gegenwärtig vorliegende dasnämliche Passah scy, welches auch die Vorväter ge-gessen. Wollen wir Christen uns durch jene Judenbeschämen lassen? Dass die Apostel ohne allen Zwei-fel sich des Genusses von Fleisch und Blut, ihresFreundes, Lehrers und höchsten Wohlthäters, hättederselbe sie wirklich dazu aufgefodert, allesamt wür-den geweigert haben, (oh sic dieses Fleisch und Blutollen oder versteckt in Brod und Wein zu empfangensich vorstellen sollten, gilt ganz gleich,) dieses istschon in einem der frühem Abschnitte zur Betrachtung