berechtigt halten, hier Kelch, Wein, Stiftungund Blut alles in Eins zusammenziimischcn und fürim eigentlichen Sinne identilicirt zu erklären? Liegtaber an diesem Ort die Unmöglichkeit zu Tage, daseine Ahcndmahlselcmcnt, den Wein, als wirklichesIllut Christi anzusehen, Avie könnte man dann heidem andern, nämlich dem Brode, wovon in ganz pa-rallelen Ausdrücken unmittelbar vorher geredet wor-den, an Avirkliches Fleisch Christi denken, ohneden Yorwurf der Willkühr und Inconsetjuenz in derAuslegung auf sieh zu laden?
Noch etwas dürfen rvir liiehei nicht übersehen.Die Worte, deren sich Christus in dem vorbemerktenSatze bedient, sind nicht ganz als seine eigenen, son-dern als aus dem alten Testament entlehnte zu betrach-ten. Der Ausspruch, tovto sgtc to ccifA.ec ’/.tI. aufden so grosses Ger icht gelegt Avird, ist offenbare Ile-miniscenz und Nachbildung von 2 Mos. XII, 27. undKap, XX1Y, 8. Dort lesen Avir: xcci tgehe (roig vliojv)ßvoicc to rcuGYcc tovto tu zvoio)' hier y.cci eins
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(Miavaijg ) • ’J d ov to ai ft ci r rj g S iceß' t]zy g, i}v \3ct-Oao xvoiog n(>bg Vfiag zrh Dazu Hehr. IX, 20. Tov-to tu cti fi ec rij g de aß i) v. i] g, i)g eveTtiXcao ntoogvfiäg 6 ß'i'og • wodurch unsre Behauptung vermitteltmul bestätigt Avird. In solchen aus den alttestamenti-seben Büchern erborgten Sätzen des neuen Testamentssind die Schriftanslcger von jeher am Avcnigsten ge-neigt gewesen, das Buchstäbliche zu behaupten; viel-mehr haben sie da jedesmal eher und leichter als an-derwärts die Voraussetzung eines beabsichtigten blos-sen Paralleli Minus zAvischen ähnlichen und A r erwandtenGegenständen, oder eine Anbcquemuiig des Vorliegen-