Druckschrift 
Die christliche Lehre vom heiligen Abendmahl nach dem Grundtext des neuen Testaments : mit e. Abriss d. Geschichte dieser Lehre ; ein Versuch
Entstehung
Seite
211
Einzelbild herunterladen
 

21 l

fest, zu betrachten sey, sondern eine gewichtvollerehöhere Bedeutung habe, insbesondere aller die christ-liche Liebe und Gemeinschaft nach des Herrn Vorbildund Absicht ausspreche« müsse. Für sehr unlöblicherklärt er es daher, dass jene Christen zwar zu ge-meinsamen Mahlzeiten zusammenkämen, aber in derTliat keine Gemeinschaft hielten, noch überhaupt deserhabenen Zweckes derselben eingedenk wären. Umihnen diesen Zweck auls neue zu vergegenwärtigenund einzuschärfen, gedenkt er der Art und Weise je-ner ursprünglichen Verordnung des heiligen Mahlesdurch den Herrn selbst am letzten Abend vor seinemLeiden und Sterben, oder nach des Apostels eigenemAusdruck, in der Nacht, in welcher er verra-then wurde, (2 Mos. Xll, 8. ‘/.cd (ffr/ovica tu y.oici vT/vv/.xl ravrfi y.r?..) — und wie er dieKundc davonüber-liefert erhalten hätte. Nach seiner wiederholten, be-stimmten Erklärung ist die Stiftung eine Stiftung zurErinnerung (tig r?/v — avtc^iv »; a i v) , zur stetenWiederbelebung des Andenkens an Christi Erlösungs-tod für die Seinen (V. 24. 25. 26. öacr/.ig -/ia> duiadii]Te t'uv ciotov tovtov v.cti rö tcot>iqiov tovto rcivijre,t'ov ß'ccvarov tov zvqIov y.ar ayyil'kax s, y.r/.. —den zur Rettung und zum Heil der Seinigen erdulde-ten Tod des Herrn verkündigen, d. i. fort undfort rühmen) an die dadurch begründete neue Run-desstiftung, und der Gläubigen lebendige Gemeinschaftmit ihm, dem Erlöser sowohl, als allen Miterlüseten.Das Letztre lag nun schon in dem Zusammenkommenhei einer gemeinschaftlichen gottesdienstlichen Mahl-zei t, in der Vereinigung zu einerlei Genuss bei glei-chem Bediirfniss angedeutet. Vgl. V. 17 fl'. Kap. X, 1.6 f.

14 *