175 —*
das eine besondere Ereigniss in seinem irdischen Da-se yn, auf die Art seines Ausganges aus dem Leiten,auf seinen gewaltsamen Tod liingewiesen wird.
Desgleichen erscheint im Johannes die Erwäh-nung des Fleisches und Blutes Christi, d. i. seinersinnlich menschlichen Erscheinung, welche zum Genussdem Menschen dargehoten w erden, nur als das äusser-liclie Symbol des höhern göttlichen Wesens und Gei-stes Christi, auf welchen, als auf dasjenige, wovon dieGläubigen ihre Seelen und ihren Geist nähren sollten,hinaufgewiesen wird: während in den Vieren eben
nur von der wirklichen Thatsaclie seiner bevorstehen-den Aufopferung gesprochen, und an diese MittelideeAlles Uebrige angeknüpft ist. Diese Andeutung sei-nes Todes bei der letzten Mahlzeit macht auch Chri-stus bloss seinen vertrauten Schülern beim Abschiede;im Johanneischen Abschnitt hat er es mit der gemisch-ten Menge, ja vorzugsweise mit Gegnern zu tliun.Ferner, im Johannes ist von gegemvärtigen, schon un-mittelbar vorliegenden Verhältnissen die Rede, undzwar zu einer Zeit, w o an den Tod Christi noch langenicht zu denken war; mit der Abendmahlseinsetzung,welche erst am letzten Lebensabende des Herrn Stattfand, ist auf etwrns erst noch Bevorstehendes hinge-deutet und dasselbe zum voraus sinnbildlich vorgestellr.
Ebenso: Im Johannes fällt sogleich in die Au-
gen, dass Christus mit dem Brod vom Himmel, demWasser des Lebens, dem Fleisch und Blut des Men-schensohns, welche der Welt zur Speise gegeben wer-den, etwas Erwünschtes, Glückliches, Erfreulichesmeine: dagegen tritt in den Abschnitten vöin Abend-mahl die Trauer über die nahe Trennung von den Sei-