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Die christliche Lehre vom heiligen Abendmahl nach dem Grundtext des neuen Testaments : mit e. Abriss d. Geschichte dieser Lehre ; ein Versuch
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besonderer Einleitungen in diesen höchst wichtigenSchriftsteller des Urchristenthums muss die ausführli-che Entwickelung- und allseitige Begründung des Ein-zelnen Vorbehalten bleiben.

Wie Johannes unter den Verfassern des neuenTestaments vorzugsweise und überall den hohem, gei-stigen Standpunkt für die Betrachtung des Christen-tliums und seiner Angelegenheiten fest hält und gel-tend macht; so lässt er auch seinen Herrn und Mei-ster stets in der höheren, geistigen Region erscheinen,sey es in Rede und Lehre, sey es im Leben und Han-deln. Von den drei übrigen Evangelisten unterschei-det er sich in der Hinsicht wesentlich. Der Messiasdes Johannes erscheint anders, als der des Lukas,Markus und Matthäus, zumal des letztgenannten. Dashat schon das früheste christliche Alterthum anerkannt,und kein vorurtheilsfreier Leser der neuern Zeit wirdes bestreiten. Während die ersten Evangelien mehrdie irdischen Verhältnisse Christi, das Leben und Wir-ken und die Schicksale des leiblichen, menschlichenMessias in seiner Nähe und Verbindung mit den Men-schen historisch darstellen, steht derselbe im Johan-nes hoch erhaben über den zeitlichen Dingen in einerälter allem menschlichen Verhältniss hinausliegendenRegion, und tritt überall auf in seiner ewigen Einheitmit Gott, als dessen einiger Sohn, als der ewige gött-liche Logos, der das Licht, die Wahrheit, das Lehenselbst: ist, und nach dem Rathschluss der unendlichenLiebe diese höchsten Güter auch den sterblichen Er-denbewohnern herabgebracht, um sie gleichfalls zumewigen Geistesleben, d. i. zur Einheit mit seinem Va-ter zu führen, sie auch zu Söhnen Gottes zu machen.