nicht, etwa zum erst zukünftigen Genüsse vcrheissen.Joh. m. IY. YI. YII. U. a.
Vergegenwärtigt man sich alle diese Umstände,besonders die angedenteten, vor und nach dem apo-stolischen Zeitalter geltenden Ansichten und bei denJuden bestehenden Verhältnisse, so kann man nichtanders als es im höchsten Grade unwahrscheinlich fin-den, dass einerseits Christus sein wirkliches Fleischund sein Blut, nicht etwa seinen Feinden und Verfol-gern, sondern seinen nächsten, geliebten Freunden, zuessen und zu trinken angeboten; anderseits diese seinevertrauten Jünger ihres theuersten Meisters und Füh-rers zum Heil ohne alle Schuld vergossenes, oder viel-mehr noch erst zu vergiessendes wirkliches Blut zutrinken geglaubt hätten, und bei einem so schauder-haften Genuss nicht mit Entsetzen zurückgebebt wä*ren, sondern mit einer unbegreiflichen Ruhe, ja mitfurchtbarer Gleichgültigkeit die für Fleisch und Blutihres Herrn und Heilandes gehaltene Speise liinge-nonunen hätten.
Und muss nicht dasselbe schauderhafte Gefühlnoch heute einen jeden Christen bei dem Gedanken,dass er Fleisch und Blut seines unschuldigen, ausfreier, unendlicher Liebe sich seihst zum Heil derW elt aufopfernden Erlösers im eigentlichen Sinne esseund trinke, unwiderstehlich ergreifen? Wer nicht ge-dankenlos dahingcht, oder durch lange Gewohnheitdie natürlich-menschliche Empfindung abgestumpft hat,muss uns beifallcn. Wäre diese materialistische An-sicht, (denn das ist und bleibt sie, wie inan sie auchverhüllen und vorspiegeln mag,) die wahre unchristli-che Lehre vom heiligen Abendmahl, wen könnte es