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Die christliche Lehre vom heiligen Abendmahl nach dem Grundtext des neuen Testaments : mit e. Abriss d. Geschichte dieser Lehre ; ein Versuch
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angesehen, so war es zur Zeit noch unmöglich, dassmit des Erlösers Blut seine Iliinde verunreinigt scynkonnten, denn es war noch nicht vergossen. Aber esgalt einen ganz andern Zweck, als das Reinigen derHände. In Formeln, wie diese:Bas Blut Jesu

Christi macht uns rein von Sünden, 1 Joh. I, 7 ff. vgl.Ilehr. IX, 14. ist so wenig an das materielle Leibes-blut Christi, wodurch nimmer Jemand innerlich vonSünden gereiniget, schuldlos und straflos dargestelltwerden mag, als an eine eigentliche Abwaschung da-mit jemals von Sachkundigen gedacht worden, nochvernünftigerweise zu denken möglich.

Die Salbung des Herrn durch Maria, Joh. XII,1 ff. Matth. XXAI, 6 ff. Mark. XIV, 3 ff. wird von ihmseihst als eine vorbedeutende symbolische Hand-lung, (was sie in dieser Hinsicht nach dem Sinn derSalbenden wohl nicht seyn sollte,) genommen und er-klärt. Durch diese Salbung werde sein Leih gleich-sam im voraus zu der ihm nahe bevorstehenden Be-stattung cinbalsamirt. Also wurde der Handlung eineanderweitige Deutung und wichtigere Beziehung bei-gelcgt, als sie an sich hatte, nemlich die auf den Toddes Heilandes.

Die Taufe Johannis im Jordan, so nie die nach-herige Christentaufe, ist nichts anders als eine, dieinnere Geistes - und Seelenreinigung veranschaulichtdarstellende, folglich symbolische Handlung.Die Leibcsabwaschung ist dabei so wenig wesentlich,als das Wasserelement, womit sie geschieht. Daherman unbedenklich von der ursprünglichen Art zu tau-fen, d. h. unterzutauchen, abgehen, und die blosseResprengung an die Stelle der Untertauchung setzen