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Die christliche Lehre vom heiligen Abendmahl nach dem Grundtext des neuen Testaments : mit e. Abriss d. Geschichte dieser Lehre ; ein Versuch
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konnte. Zum wahren Christen im rechten Sinn, (I. h.dem Innern und der Gesinnung nach, kann die TaufeNiemand machen; dazu ist freie, geistige Selbsttlüitig-kcit für das Göttliche das nothwendige Erforderniss,welches dem getauften Kinde zwar noch abgeht, wo-zu cs aber berufen und zum Voraus verpflichtet wird,indem wir es der Aufnahme unter die Zahl der Kin-der Gottes durch Christum, welche die Taufe sym-bolisch darstellt, theilhaftig machen. Also auch hierkommt Alles auf den Sinn und die höhere Bedeutungdes Gebrauchs und der äusserlichcn Zeichen, nicht aufdiese seihst an. Dessen waren sich auch die Judenschon deutlich bewusst, und Alle, die zur Taufe Jo-hannis kamen. Keiner gewiss ging an den Jordan,um sich von dem Täufer waschen zu lassen. Und sagtnicht unser geistcsvoller Luther gleichfalls von derTaufe:Wasser thut es freilich nicht, und vom

Abendmahl: Essen und Trinken also auch daswas der Mund isst und trinkt,thut es freilichnicht? Wusste man in dem einen Sakrament, derTaufe, das Wesentliche vom Unwesentlichen richtigzu unterscheiden, (man suchte den göttlichen Geistnicht in dem materiellen Elemente des Wassers,) undwagte man in Betreff des Letztem ohne Bedenken,sich mit Freiheit fortzubewegen: warum sollten wir

uns denn in dem andern, nemlich dem Abendmahl,über diesen Unterschied nicht verständigen und zu derUcberzeugung kommen können, auch das Abendmahlscy eine mit parabolischer Rede begleitete sym-bolische Handlung?