mahl, wollen wir noch eine Reihe sjanbolischer Dar-stellungen aus dem neuen Testament, über deren Sinnund Beziehung unter den Kundigen keine Verschieden-heit der Ansicht statt finden dürfte, zur Betrachtungbringen.
Die Fusswaschung, welche Jesus nach Job.XIIT, 3 ff. an seinen Jüngern vollzog, war eine sym-bolische Handlung. Was durch sie dargestellt,wozu die Jünger angeregt werden sollten, ist Nieman-dem zweifelhaft. Dass es dabei weder auf das Was-ser, womit, noch auf die Art und Weise, wie dieseWaschung geschah, und überall nicht auf die Reini-gung der Fiisse, abgesehen war, sondern auf ganzandre, wichtigere, höhere Absichten, die durch dieüusserlichc Handlung nur angedeutet und vcrsinnbildetwurden, fallt einem Jeden in die Augen. Jesus fragtV. 12. die Schüler: „Wissetihr, was ich euch gethan“?(yivü<T/.iT£ t i nsnoiiy/.a viuv() W as ihnen leiblicherweisegeschehen Avar, das wussten sie Alle, —Avie sich A'onselbst verstand. Da nun der Herr dennoch die Fragetliut, so leuchtet ein, dass es noch ctvras anderes da-bei zu wissen, zu verstehen und nachzuahmen gege-ben haben muss, als dieFussAvaschung selbst. Und soforderte er sie V. 14 f. mit den Worten, y.at vixstg6 cps i).£T£ alXtj Xb)v v inv£ iv rovg nö öeeg, xt\. zhetAvas A'iel Umfassen denn und Grösserem auf, als dasssie einander die Füsse waschen sollten.
Ebenso war es eine syin bolische Handlung,wenn Christus Joh. XX, 22. seine Jünger anhauchteund dazu sprach: „Nehmet hin, empfanget den hei-ligen Geist,“ u. s. av. Auch hier galt es nur das Ue-bersinnliche, Unsichtbare, Göttliche. Kein Mensch