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Die christliche Lehre vom heiligen Abendmahl nach dem Grundtext des neuen Testaments : mit e. Abriss d. Geschichte dieser Lehre ; ein Versuch
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iicli möglich seyn, einer überlieferten OffenbarungEingang in die ►Seelen der Menschen zu verschallen,Avelchc ihrem Wesen und Lehen frcnul, unange-messen, entgegengesetzt wäre? Gleichwohl geht derleidige, auf argen Missverständnissen ruhende Streitüber den sogenannten Rationalismus und Supra-naturalismus in seinen Endpuncten in der Thatauf nichts sonst, als eben diese Vorstellung zurück.

Und, müssen wir fragen, welches der beidenhohen Geschenke, wäre nur das Eine mit Herabwür-digung oder Beseitigung des Andern recht zu brau-chen, sollte der Mensch abzuweisen sich wohl ent-schlossen? Das Vermögen der Ideen? die denkendeVernunft? Aber sie ist gerade das Höchste und Beste,was er vom Schöpfer empfangen, wodurch er sichvon den vernunftlosen Thicrcn unterschieden und aus-gezeichnet sieht; vermöge deren allein er Gottes undgöttlicher Dinge inne wird. Ohne Vernunft undVernunftgehrauch ist Niemand im Stande, irgendeine göttliche Offenbarung aufzufassen, viel wenigerwahre und falsche, ächte und vorgegebene, mit Si-cherheit zu unterscheiden. Darum konnte sich dieGottheit nicht den vernunftlosen Thieren, noch todtenMassen, offenbaren; dem vernünftigen Menschen of-fenbarte sie sich. Wo kein geistiges Lehen, keineSelbstanrcgung, keine Thätigkcit des Denkvermögensvorhanden ist, da wird der Geist Gottes nimmer seineWohnung aufschlagen, noch werden daseihst gött-liche Erleuchtungen und hohe Offenbarungen zumVorschein kommen. Trügen wir nicht den göttlichenSamen schon in uns, und wäre uns nicht durch unsreVernunft die Gemeinschaft mit Gott vermittelt, wir