liehen finden mul anerkennen, wie die christliche Of-fenbarung. Alle sind wir nach Gottes Ehenhilde ge-schaffen und tragen den unvcrtilgbaren göttlichenKeim, das Bewusstseyn des Unendlichen im Husen.Nirgends und nie hat es einen Menschen gegeben, derdem Göttlichen absolut entfremdet, im gemeinen Sin-nenlebcn allein volle Genüge und Befriedigung gefun-den; der niemals ein höheres Bediirfniss, als das derLeibcsnothdurft gefühlt und zu befriedigen gewünscht,nie auf eine Spur seines eigenen oder des göttlichenGeistes gekommen, zum Unendlichen sich erhoben,nie in Andacht seine Knie gebeugt, in Dcmuth seineAbhängigkeit von dem Unsichtbaren und Allmächtigenempfunden und anerkannt hätte. Keiner vermöchte,selbst wenn er es wollte, von dem Ucberirdischen,von Gott und Ewigkeit sich loszusagen. Auch istkeines Menschen Leben gänzlich leer von göttlichenGedanken und für die Ewigkeit gelebten, wenn nochso schnell vorübergehenden, Momenten. Denn injeder Menschenseelc regen sich, wenn gleich in denverschiedensten Abstufungen der Lebendigkeit undKlarheit, immer doch unvertilgbar, der Glaube anGott und Vorsehung, die Liebe zu Gott und demwas Gottes ist in dem geistigen und Sinnengebiet , dieHoff nung und Zuversicht auf Gott, auf eine seligeZukunft nach dem Leben der Zeit, auf ein höheresEmporsteigen zu vollerer Genüge, Klarheit, Herr-lichkeit in Allem, wofür vir disscits zwar wohl denSinn schon in uns verspüren, Sehnsucht und Ahnunghaben, aber nie zur Vollendung hinangclaugen, in kei-nem Falle ein vollkommen befriedigendes Ziel zu er-streben vermögen. Hierin aber liegen ja eben die
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Die christliche Lehre vom heiligen Abendmahl nach dem Grundtext des neuen Testaments : mit e. Abriss d. Geschichte dieser Lehre ; ein Versuch
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