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Die christliche Lehre vom heiligen Abendmahl nach dem Grundtext des neuen Testaments : mit e. Abriss d. Geschichte dieser Lehre ; ein Versuch
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Auf die Grundgedanken, auf die Erkennung' der wesentlichenAbsicht des Stifters, muss mittelst gründlicher Forschungund unbefangener Vergleichung uusgegungen werden. S. 275.

Folgendes dürfte fest im Auge zu halten sein:

Das heil. Abendmahl der Christen ist, wie die Taufe,eine mit bedeutungsvoller Rede begleitete symbolischeHandlung. S. 275.

Die Gemeinschaft der Christen mit Christo und sei-ner Kirche wird durch diese, wie durch jene, ausgespro-chen. S. 276.

Hier, wie dort, sind die Symbole (Wasser, Brod, Wein,)aus dem Gebiet der Sinucnwclt entlehnt, und dienen zurveranschaulichenden Darstellung des Uebersiunlichen, JJu-sichtbaren, Reingeistigen. S. 277.

Beide gehen aber nicht substanziell in einander über, sind undbleiben vielmehr ihrem Wesen nach stets gesondert. S. 278.

Auf folgende Puncte ist das Wesentliche der heil. Hand-lung zurückzubring'eu:

1. Der nahe bevorstehende Tod Christi sollte mit den ganz

parallelen Sätzen: Das ist mein Leib (hinsichtlich des

gebrochenen Brodcs), und, Das ist mein Blut (hin-sichtlich des auszugiesseuden Weins), bezeichnet werden.S. 280.

2. Dieser Tod sei, wie sein ganzes Lehen, eine freie, Auf-opferung des Erlösers zum Heil seiner Gläubi-gen. S. 281.

Irrige Vorstellung hiebei. S. 282.

3. Die innigste Gemeinschaft soll ausgesprochen wer-den einerseits zwischen Christus und den Gläubigen,anderseits zwischen diesen unter einander selbst, alsin jeder Beziehung gleicher Glieder desselben Leibes, undBrüder im Reiche Gottes und Christi. .S. 284.

Diese Gemeinschaft ist aber keine leibhaftige, noch kannsie auf elementarischem Hege, oder durch materielleSubstanzen vermittelt werden; sondein eine innerlicheund geistige der Liebe, des Glaubens, der Gesinnung.S. 284.