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4) Schübler 1 ) hat nach Brandes Vorgang 2 )bemerkt, dafs das fast gleichzeitige Erscheinen von ein-ander unabhängiger Feuenneteore in sehr verschiede-nen Gegenden für ihren atmosphärischen Ursprungspreche. Eines der auffallendsten Beispiele ist nach-stehendes. Es erschienen in der Nacht vom Ilten biszum 12ten November 1799 eine Menge Feuerkugelnund Sternschnuppen, welche an allen Theilen des Ho-rizontes, besonders in ONO. und O. auftauchten unddie Richtung des magnetischen Meridians von N. nachS. verfolgten; einige erreichten 40 0 Höhe. Alle dieseMeteore liefsen bei ihrem jedesmaligen VerschwindenLichtstreifen von 8 bis 10 0 Länge zurück, deren Glanz7 bis 8” dauerte. Die Sternschnuppen schienen einenfesten Kern von der Gröfse des Jupiter zu haben; dieFeuerkugeln hatten 1° bis 1° 15' im Durchmesser undhinterlielsen bei ihrem Verschwinden Lichtstrahlen von15 bis 20' Breite. Das Licht dieser Meteore war weifsund nicht röthlich. Die Erscheinung dauerte in ihremganzen Glanze zu Kumana, wo Alex. v. Humboldtund Bonpland sie beobachteten, von 2“ 30’bis 4 U ;man sah aber noch nach Aufgang der Sonne einzelneUeberreste dieses merkwürdigen Phänomens. Aufser Ku-mand ward es beobachtet an den Gränzen von Brasi-lien (0° Br. 70° w r . L.), zu Portocabello (Br. 10° 6'52'' n. L. 67 0 5' w.), in dem französischen Guyana (Ca-yenne. Br. 4 0 56', L. 54 0 35'), im Kanal von Bahamavon Ellicot (25° n. Br. 81° 50' w. L.), auf dem
1) Grundsätze d. Meteorologie in näherer Beziehung auf Deutsch-lands Klima. Leipz. 1831. S. 154.
2 ) De repentinis variationibm in prcssionc almosphaerae ob-servatis Diss. Lips, 1826.