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den Sternschnuppen, welche zweifelsohne in unsererAtmosphäre entstehen, keinen anderen Ursprung anzu-weisen im Stande sind, so ist es mehr als wahrschein-lich, dafs die Sternschnuppen nichts anderes,als Niederschläge der in der Atmosphäre be-findlichen animalischen und vegetabilischenStoffe sind.
V.
Wir gehen zum Nordlicht über. Indem wir dieAnsichten der Alten nicht berühren 1 ), eben so wenigals Mai ran s Hypothese erörtern und widerlegen, dafsdas Polarlicht eine Folge der in den Luftkreis eintre-tenden Sonnenatmosphäre sei, auch Hells Ansicht, derzufolge das ganze Phänomen ein optisches Meteor sei,welches sich aus der Zurückwerfung des Sonnenlichtesvon platten Eistheilchen, womit die Atmosphäre in denkalten Polargegenden erfüllt sei, erklären liefse, über-gehen, wollen wir hier nur kurz die Meinungen der-jenigen aufstellen, welche, um die Erscheinungen desNdrdlichts zu erklären, zur Elektricität ihre Zufluchtnahmen, und die jetzigen Ansichten über die Natur undden Ursprung desselben auseinandersetzen.
Franklin 2 ) bezeichnete das Nordlicht als eineFolge der Wiederherstellung des elektrischen Gleich-gewichtes zwischen der Polarluft und derjenigen dergemäfsigten Erdstriche. Diese Theorie hat Erman 3 )genauer ausgeführt. Er zeigte, dafs in jedem Körper,welcher isolirt von der Fläche des Bodens bis zu einer
1) Vergl. Mefeorol. vel. Gr. et Rom. Cap. II. §.10. p. 49 — 54.
2) Leipziger Sammlung zur Physik und Naturgeschichte. Bd. II.
St. 2. S. 240.
3) Gilb. Annal. Bd. XXVI. S. 10 folg.