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Ken das Hygrometer durchaus keine gröfscre Feuchtig-keit anzeigt, sondern im Gegentheile zur Trockenheitfortschreitet. Zuweilen sieht man glänzende Wolkenvon aul'serordentlicher Durchsichtigkeit, da man Sternevierter Gröl’sc und Mondsflecken durch sie hindurch-sehen kann, und zugleich von ungeheurer Höhe, dasic Alex. v. Humboldt noch auf dem Rücken derAndeskelte hoch über sich erblickt und ihre Höhe un-gefähr auf 6000 Toisen über der Meeresfläche abge-schätzt hat 1 ). Die Sonne erscheint von hellblauerFarbe, und sendet Strahlen aus, welche alle Regen-bogenfarben darbieten 2 ). Dergleichen Phänomene zei-gen sich besonders vor vulkanischen Eruptionen 3 ) und
1) Voyage mix reg. equinox. Vol. IV. p. 47.
2) Ein Phänomen, welches von Al. v. Humboldt und Aragoauch in Paris wahrgenommen worden ist. S. Annales de Chim.et de Phys. Tom. XVIII.
3) Man kann einen doppelten Weg zur Erklärung des Phäno-mens, dafs bei vulkanischen Ausbrüchen die Feuerkugeln undSternschnuppen eo überaus häufig sind, einschlagen. Einmal,indem die Temperatur nach dem Innern der Erde hin zu-nimmt, wird man zu einer Schicht gelangen, in welcher dieBestandthcile der Erdrinde sich in geschmolzenem und dann,wo sie sich in expansiblem Zustande befindsn. Letztere Mas-sen zeigen ein fortwährendes Bestreben über die andern siehzu erheben, was durch Ausbrüche aus den bestehenden Oeff-mmgen in der Erdrinde oder durch neue Durchbrüche erfolgt.Ist nun eine Quantität dieser gasförmigen Massen in die At-mosphäre übergegangen, so würde dadurch um so leichter dasMaximum von Expansivkraft bei der bestehenden Lufttempe-ratur überstiegen und reichliche Niederschläge hervorgebrachtwerden. Wem diese Erklärung zu gewagt scheinen möchte,der halte sich an diejenige, welche der des Entstehens gre-iser Regengüsse bei vulkanischen Ausbrüchen, w'ie sie zuerstDu Carla gegeben hat (Kämtz Lehrbuch der Meteorolog.Th. I. S. 405., wo auch Beispiele in Menge beigebracht sind),