Druckschrift 
Ueber den Ursprung der Feuerkugeln und des Nordlichts
Entstehung
Seite
66
Einzelbild herunterladen
 

66

chere Rollen erklären sie aus dem Nachdringen derLuft in den leeren Raum, welchen die Feuerkugel inihrer Rahn auf einen Augenblick zurückliefs, und das,da die Feuerkugel eine ungleich schnellere Bewegunghat, als der Schall, nur erst weit später allmählig nach-folgen könne. Wir sehen hier nichts anderes, als diegewöhnlichen Phänomene des Donners. Dafs der Wi-derstand der Luft, der aufserordenllich schnell mit derGeschwindigkeit steigt, und dessen Kraft sich bei einerKanonenkugel zeigt, welche mit einer gröfseren Ge-schwindigkeit, als 1200 Fufs in einer Secunde abge-schossen wird, indem der gröfsere Widerstand der Luft,nach R ob in l ), diesen Ueberschufs schnell vernichtet,allerdings das Zerspringen der Feuerkugeln, die rico-chettirende Bewegung derselben, das augenblicklicheRuhen und Schweben in der Atmosphäre hervorbrin-gen könne, ist nicht zu leugnen.

Ohne auf die Argumente, welche von anderen zurUnterstützung der Annahme eines atmosphärischen Ur-sprungs der Meteorsteine beigebracht worden sind, unddie grofsentheils nieht hinreichten, um dieser Ansichtdenjenigen Grad von Evidenz zu geben, auf welchensie Anspruch machen kann, uns einzulassen, bringenwir noch folgende Beweisgründe für das Entstehen derMeteoriten im Luftkreise bei:

1) Was wir schon im ersten Abschnitte mit mehr-fachen Beispielen belegt haben, es fiel bisweilen Hagelmit metallischem, dem Concremente der Meteorsteineganz ähnlichem Kern, eine Erscheinung, welche der he-terogener Beimischungen des Regenwassers und Schneesganz analog ist.

1) Gilb. Annal. Bd. LXVII. S. 346.