Druckschrift 
Ueber den Ursprung der Feuerkugeln und des Nordlichts
Entstehung
Seite
62
Einzelbild herunterladen
 

62

ordnetem Interesse sein. Wir übergehen sie dahergänzlich. Fleurieu de Bellevue zeigte namentlichan den zu Jonzac herabgefallenen Steinen 1 ):

1) Dafs das äufsere Ansehen, welches die Krusteder Meteorsteine darbietet, zu beweisen scheint, dafsihre Oberfläche sich im geschmolzenen Zustande befun-den habe und bei der Erkaltung plötzlich verglast wor-den sei. Bei dem plötzlichen Rücktritte jener expan-siblen Dünste in den festen Zustand wird eine solcheQuantität Wärme frei, dafs sie sehr wohl die Ober-fläche der niedergeschlagenen Masse in geschmolzenenZustand versetzen kann. Da aber die hierzu nölhigegrofse Quantität Wärme bald an die umgebende At-mosphäre abgegeben wird, so läfst sich hieraus auchdie Verglasung erklären.

2) Ferner beweist das Aeufsere, dafs die Bewe-gung der Meteorsteine im Beginn einfach war, d. h.dafs sie während ihres Entstehens keine Axendrehungerlitten haben.

3) Der Impuls, welchen jeder einzelne Meteor-stein erhält, ist fast immer in einer, auf die gröfsteFläche, welche zufolge des Luftwiderstandes mehr oderminder convex ist, perpendiculären Richtung.

4) Fleurieu glaubt, dafs die Meteorsteine vonJonzac, eben so wie andere, die ursprüngliche Existenzeines festen Kernes in den Feuerkugeln nachwcisen,der während der Zeit, wo das Phänomen sichtbar war,sich nicht im geschmolzenen Zustande hat befinden kön-nen, wie dies auch unter andern sein krystallinischesGefüge zeigt, das wirklich vorhanden ist, indem diemeisten bizarren Formen, welche die einzelnen Frag-

1) Journal de Physique. Tom. XCII. p. 159.