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Ueber den Ursprung der Feuerkugeln und des Nordlichts
Entstehung
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hiernach sehr wahrscheinlich; gerade so, wie kein Blitzbei wäfsrigen Niederschlägen erfolgt, wenn die Tempera-tur der Luftsäule unter den Thaupunkt erniedrigt wird.

5) Dafs Meteorsteine ohne jenes donnerähnlicheGeräusch herabfallen, wird den nicht Wunder nehmen,der zuvörderst die Entfernung bedenkt, in welcher jeneelektrische Explosion erfolgt, welche noch überdem un-bedeutend ist, in Vergleich mit der beim Niederschlageder Wasserdünste erfolgenden, und des Wetterleuch-tens, als einer Erscheinung sich erinnert, welche ohneDonner selbst im Zenite Statt finden kann 1 ).

Auf einige andere Analogien ist schon in Ab-schnitt II. aufmerksam gemacht worden. Nach allemdiesem scheint also die Ansicht die wahrscheinlichste,dafs die Meteorsteine in unserer Atmosphäre selbst er-zeugt werden, und so kommen wir denn nach zweiJahrtausenden auf Aristoteles Meinung zurück, wel-che Seneca folgendermafsen ausspricht: ,, Varia etmulta terrarum orbis exspirat, quaedam hurnida, quae-darn sicca , quaedam algenlia, quaedam concipiendisignibus idonea. Nec mirurn esl, si terrae et onmisgeneris evaporatio est.

Aber wir finden diese Analogien noch keinesw'eges'für hinlänglich, den atmosphärischen Ursprung der Me-teorsteine aufser Zw'eifel zu stellen, und fügen dahernoch eine Reihe anderer Thalsachen zur Begründunghinzu. Die Verzeichnisse von erschienenen Feuerku-geln und herabgefallenen Meteorsteinen, wie derenChladni mehrere zusammengestellt hat, können hierfür uns durchaus von keinem oder nur sehr unterge-

1) Vergl. Al. v. Humboldt Voyage aux reg. equin. Tom. VII.p. 9. Braudes Beiträge zur Witterungskunde. S. 355.