peratur zu niedrig ist, als dafs flüssiges Wasser in derAtmosphäre so wenig, als auf der Erdoberfläche beste-hen kann, so sehen wir dasselbe in fester Gestalt undkrystallinischen Gefüges niedergeschlagen werden. Das-selbe wird offenbar mit denjenigen Gasarten der Fallsein, die von Substanzen herrühren, deren Schmelzungeine so hohe Temperatur erfordert, dafs dieselbe inunserer Atmosphäre nicht Vorkommen kann. Gehen wirnun noch einmal ganz kurz die .Erscheinungen durch,welche bei dem Falle der Meteorsteine obwalten, sofinden wir unerwarteterWeise dieselben Gesetze, wel-che uns die Hyetometrie darbietet:
1) Die meisten Steinregen kommen auf die Som-mermonate und die Aequinoktialzeiten. — Zur Zeit derAequinoktien herrschen die heftigsten Regengüsse; imSommer regnet es mehr als im Winter.
2) Die Häufigkeit der Steinfälle nimmt vom Aequa-tor nach den Polen zu äb. — Die jährliche Quan-tität des Regens vermindert sich im Allgemeinen mitder mittleren Temperatur der Orte, obwohl hier dieWindrichtungen einen bedeutenden Einflufs haben.Wenn in den Aequinoktialgegenden Steinfälle seltenVorkommen, so hat dies dieselbe Ursache, weshalb es
sich die Häufigkeit jener Niederschläge zu der des Wasserssich etwa eben so verhalten möchte, wie die Dichtigkeit jenerDünste bei der bestehenden Lufttemperatur, zu der des Wasser-dunstes hei — 18°, und dafs, um die Nichtigkeit dieses Ein-wurfes noch anschaulicher zu machen, man sich nur — 18 0als constante Lufttemperatur zu denken braucht. Alsdann wür-den die Wasserdünste bald bei dieser Temperatur ihr Maxi-mum von Expansiikraft erreichen, und eine Temperaturver-änderung, die unsere Thermometerscalen gar nicht auzugebenim Stande sind, hinreichend sein, wenn auch nicht einen reich-lichen, doch einen Niederschlag hervorzubringen.