wie sehr jene Vegctabilien vom Feuchtigkeitszuslandeder Luft abhängig sind. Auch 1\. Brandes 1 ) spricht,genauen chemischen Untersuchungen zufolge, mitUeber-zeugung die Meinung aus, dafs die weifsen, gallertarti-gen Massen, welche man mitunter auf feuchten Wiesenfindet, und welche die Bauern Wett er glitt oder Le-vers ee nennen, keinesweges einen atmosphärischenoder gar kosmischen Ursprung haben, sondern demLaiche von Lhnax rufus, agreslis, stagnalis u. a. m.angehören, welcher, obwohl in natürlichem Zustandevon unbedeutender Gröfse und daher der Aufmerk-samkeit sich entziehend, an feuchten Orten durch Ab-sorption von Wasser ein grofses Volumen und weifses,gallertartiges Ansehen annimmt, welches so leicht dieAufmerksamkeit desjenigen in Anspruch nehmen mufs,welcher solche Massen auf seinen Wegen antrifft, dafsferner die Natur dieses Laiches es bedingt, dafs mandenselben nur an feuchten Plätzen findet. Eine andereAnsicht über diese Substanz hat Fothcrgill aufge-stellt 2 ). Ihm zufolge ist sie das halbverwcste Aas vonKröten oder Fröschen, besonders von letzteren; er willhäufig die Häute des Amphibium daran hängend ge-funden und ebenfalls den zerrissenen Körper eines Fro-sches gesehen haben, der am Rande eines Sees lag undam folgenden Tage in diese Substanz verwandelt war.Die Atmosphäre war zu der -Zeit sehr feucht und dasWetter nafs, welches zur Bildung dieses Wetter-gli tts nothwendig zu sein scheint. Man kann dagegeneinwenden, dafs diese Masse bisweilen an Orten gefun-
1) Schweiggcrs Journal. XLIX. S. 399.
2) v. Frorieps Notizen. VIII. Nr. 168. S. 214 folg.