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Würdigung der Schrift Preussen und Frankreich
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eigenthümli'chen politischen Stellungund Verhältnisse. Ohne natürliche Landes«Gränzen, am schlechtesten arrondirt, seinen politischenRang, seine Macht vorzugsweise auf die Vollkräf-tigkeit seines Organismus, die Schlagfertigkeit sei-nes Heeres stützend, muß er zwischen politischenKolossen, gerüstet schlag» und zahlfertig dastehn,um dem Gegner die Hoffnung eines erfolgreichenAngriffes beim ersten Anblick zu rauben. Soll ersteine Anleihe gemacht werden, wann der Krieg vorder Thür ist, so gleicht der Staat einem Fechter,der in der Stunde des Kampfes umherschickt, umsich eine Waffe zu leihen, ohne die Gewißheit zuhaben, selbe in gewünschter Eigenschaft zu erhalten.

5) Da der Staat außer den übrigen Vortheilen durchden Staats-Schatz an Sicherheit ausserordentlichgewinnt, so kann derselbe nicht als zinslos betrach-tet werden, sondern die verlornen Zinsen sind alsBeitrag zu einer Assekuranz anzusehen. Angenom-men, man habe 25 Millionen Thaler im Schatze,so ist es zweifelhaft, ob man nicht mehr durch dasVorhandensein dieser Summe an Sicherheit ge-winnt, wie wenn man mit der Ausgabe einer Million,welches der verlorne Zins jener Summe ist, dasHeer vermehrt.

6) Es ist ungereimt anzunehmen, daß eine staatsklugeRegierung sich durch einen Schatz täuschen lasseund sich für reicher halte, als sie ist. So etwaskann Türkischen und Persischen Negierungen, keines-wegs aber den nüchternen Europäischen Kabinettenbegegnen, die sich jeden Augenblick über den Zu«stand und die Größe ihrer Mittel und Kräfte ausgenauen statistischen Kunden aufklären.