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„Edler Schatten, du zürnst? — Ja, über den liebelosen Bruder, der mein modernd Ge-bein lässet nicht in Frieden ruhn.“' (Ed. Boas, Nachträge zu Goethes Werken 1841, I. S. 150.)Dieses Bekenntnis Goethes von 1797, als er für Schillers „Horen“ und „Musenalmanach“ inLenzens Manuskripten, die er besass, Einiges zur Veröffentlichung hervorholte, ist zur Wahr-heit geworden, denn seitdem lässt man sein moderndes Gebein nicht in Buhe, bis ihm volleGerechtigkeit als Mensch und Dichter sühnend geworden sein wird. Biographisch ist das end-lich 1901 geschehen und zwar durch einen Russen in russischer Sprache. Die wissenschaftlichwertvollste Lenz-Biographie hat der Magister Mich. N. Rosanow: „Der Poet der Sturm- und Drang-periode Jakob Lenz, sein Leben und seine Werke.“ (Moskau 1901. gr. 8°. 580 S. -ft 57 S. Bei-lagen) geschrieben. (Sie wurde 1903 von C. v. Gütschow-Leipzig ins Deutsche übersetzt, istaber noch nicht (1906) erschienen.) Es ist aber notwendig, dass auch Lenzens überaus selten ge-wordene Werke in würdiger Ausgabe erscheinen; und das wäre eine, die Lenz-Familien-Stiftungehrende Handlung, wenn dazu das nötige Geld beschafft werden könnte. Zu diesem Zwecke er-laube ich mir, kurz nach meinem Lenz-Schatz für den zukünftigen Herausgeber Lenz’scher „Ge-sammelten Werke“ in 10 Bänden folgende, ihn leitende Angaben zu machen:
Band I. Buch der Epik und Lyrik.
1. Epische Gedichte
9 an
der Zahl.
2. Lyrische Gedichte
145
11
a) auf die Familie Lenz
12
11
b) auf Julie v. Albedyll
3
11
c) auf Friederike Brion
22
ii
d) auf J. Wolfg. Goethe
12
ii
e) auf Cleophe Fibich
6
ii
f) auf Henriette v. Waldner
25
ii
g) auf Charlotte v. Stein
6
ii
h) auf Cornelia Schlosser
5
ii
i) auf verschiedene Personen
21
ii
3. Gedichte vermischten Inhalts
16
ii
4. Didaktische Gedichte (Epigramme)
40
ii
Band II. Das Buch der Satiren
17
ii
Band III. Das Buch Plautus
8
ii
Band VI. Das Buch Shakespeare
8
ii
Band V. Das Buch der Dramen
10
ii
Band VI. Das Buch der Erzählungen
12
ii
Band VII. Das Buch der Reden
12
ii
Band VIII. Das Buch der Abhandlungen
12
ii
Band IX. und X. Briefe von und an Lenz und über Lenz von seinen Zeit-genossen, d. h. 800 wertvolle Aufzeichnungen.
Die Literatur über Lenz ist eine zu grosse, um hier angeführt zu werden. Zum Schlüssebemerke ich nur, dass die Herren Lenz-Forscher in meinem demnächst erscheinenden Werke:„Der Jerzembskysche Lenz-Schatz“ in der kurzen Einleitung — wie hier Hr. Pastor H. Kypke-Halle, Hr. Prof. Dr. Edward Schröder-Göstingen, die ihm gebührende Antwort finden werden,sobald ich einen Verleger gefunden habe.
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