Sterngruppen und Nebelmassen des Himmels. 391
eigene Dünste aus, die sich mit anderen Materien verbinden undnach a nach in einen Körper sammeln, wodurch die untergeord-neten Planeten oder die gegenwärtigen Satelliten entstehen. Auchdiese, deren vielleicht eine große Zahl gewesen ist, sammeln sichspäter wieder zu einem Hauptplaneten oder zu einein Kometen.Diese letzten kommen, nach mancherlei Umläufen, der Sonne im-mer näher, verdichten dadurch ihre flüchtigen Theile und stürzenendlich in die Sonne, um ihr den Verlust wieder zu ersetzen, densie durch den beständig von ihr ausgehenden Licht- und Wärme-Stoff erleidet. Es ist möglich, daß ein großer, auf diese Artmit der Sonne sich verbindender Komet die Hitze der Sonne sosehr vermehren könnte, daß diese unsere Erde verbrennen und da-her kein lebendes Wesen mehr aus ihr getroffen würde. Es istmöglich, daß die wunderbaren neuen Sterne, die Hipparch, Tychound Kepler an Stellen des Himmels, wo früher kein Stern sichtbarwar, plötzlich aufflammen sahen, auf diese Weise in Brand gera-then sind, und daß es einst mit unserer Sonne eben so gehen werde.Ich glaube, daß es Wesen von viel höheren Geisteskräften, alsdie unseren, gebe, welche diese Revolutionen der himmlischenKörper unter der Lenkung des höchsten Wesens beaufsichtigen. Diegegenwärtigen Bewohner unserer Erde scheinen nur erst seit einerkurzen Zeit da zu seyn. Zum Beweise dieser Meinung führe ichnur an, daß alle Künste, die Schrift, die Schifffahrt, die Malerei,die Magnetnadel u. f. erst seit dem Gedenken unserer Menschenge-schichte entdeckt worden sind, was nicht der Fall seyn könnte, wenndie Erde schon von jeher da gewesen wäre. Auch sieht man aufder Oberfläche derselben Zeichen von Zerstörungen, die nicht durcheine bloße Wasserflut!) bewirkt werden konnten. Ueberhaupt sehe ichalle Planeten als aus derselben Materie bestehend an, wie unsere Erde,nämlich aus Erde, Wasser, Steinen, Metallen u. s. w., aber ver-schiedentlich vermengt. — Ans die Frage, warum er diese seine Muth-maßungen nicht bekannt gemacht habe, wie es Kepler und so vieleAndere gethan haben, antwortete er: Ich setze keinen Werth ansbloße Mnthmaßungen; auch habe er in seinen Werken darübergenug gesagt, um seine Meinung erkennen zu lassen."
Wie eS aber auch mit diesen und mit alle» anderen darüber