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2 (1835) Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels : mit der Darstellung von Sternbildern auf drei Stahlstichen, einer Sternkarte, einer Mondkarte und 23 astronomischen Figuren auf 3 Tafeln
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Seite
369
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Sterngruppen und Nebclmassen des Himinels. 569

Telescope besehen, immer noch als Nebel erscheinen, während siedoch in noch viel besseren Fernrohren, als diejenigen sind, zuwelchen es die Kunst bisher gebracht hat, sich ohne Zweifel eben-falls in Sterne auflösen würden. Diese sind daher nur wiederals eigentliche Sterngrnppen zu betrachten, deren Sterne aberentweder zu klein, oder zu lichtschwach, oder endlich zu weit vonuns entfernt sind, um noch deutlich unterschieden zu werden. Dochmögen auch viele unter diesen wundervollen Wesen des Himmelssepn, welche nicht mehr aus eigentlichen Sternen zusammen-gesetzt sind: Wesen eigener Art, die als wahre Lichtnebel für sichbestehen und keineswegs als bloße optische Erscheinungen betrachtetwerden können.

Es gibt in der That ganze große Gegenden des Himmelsvon mehreren Ouadratgraden, die völlig mit dieser Nebelmasseüberzogen sind. Diese Gegenden zeichnen sich nicht bloß durchihr helleres Licht vor dem übrigen dunklen Rande des Himmels,sondern auch durch ein eigenes schuppen - oder flockenartiges An-sehen aus, und es erfordert nur eine geringe Uebung des Auges,um zu sehen, daß sie keineswegs bloß die Wirkung sehr dichtstehender, entfernter Sterne seyn können. Ja oft sieht man dieseNebel in einer so unmittelbaren Verbindung mit eigentlichenhellen Fixsternen, daß man den wesentlichen Unterschied zwischendiesen beiden Gattungen von Himmelskörpern nicht weiter ver-kennen kann, wie wir weiter unten bald naher sehen werden.

Wir wollen uns hier wieder darauf beschränken, die vorzüg-lichsten dieser eigentlichen Nebel zur bessern Uebersicht, nach ihreräußern Form in Klassen geordnet, näher anzuführen.

§. 242. (Sehr große und weit verbreitete Nebel.) Diese sindgewöhnlich sehr lichtschwach und in ihren Gränzen sehr unbestimmtund verwaschen, daher man sie nur mit sehr starken Fernröhrensehen kann. Bei den folgenden ist die Ausdehnung derselben inOnadratgraden angegeben, wobei man bemerken kann, daß dieOberfläche der Sonne oder des Mondes für uns nahe den viertenTheil eines Ouadratgrades beträgt. Wenn es daher von einemsolchen Nebel heißt, daß er fünf Ouadratgrade einnimmt, so heißtdieß, daß er in seiner Oberfläche zwanzigmal größer, als dieLittrow's Himmel u. s. Wunder. II, 24