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2 (1835) Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels : mit der Darstellung von Sternbildern auf drei Stahlstichen, einer Sternkarte, einer Mondkarte und 23 astronomischen Figuren auf 3 Tafeln
Entstehung
Seite
359
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Sterngruppen und Nebelmassen des Himmels. 25!)

solcher kleinen, matten Lichtwolken sehen wir mit unseren Fern-röhren in der That sehr viele am Himmel. Daß sie aber keineWolken sind, daß sie nicht unserer Atmosphäre, sondern dem Him-mel selbst angehören, folgt schon daraus, daß sie, seit Jahrtausen-den, weder ihre Gestalt, noch ihren Ort am Himmel ändern, son-dern vielmehr, gleich den eigentlichen Fixsternen, immer dieselbeStelle einnehmen.

Der ältere Herschel hat bereits über dreitausend solcher Him-melswolken entdeckt, und es gelang ihm auch mit Hülfe seinervortrefflichen Telescope, viele derselben in einzelne Sterne aufzu-lösen, zum Beweise, daß sie in der That nichts anderes, als ebensolche Aggregate von Fixsternen, wie unsere Milchstraße, sind.Allein viele derselben behalten auch in den besten Fernrohren nochimmer ihre frühere Gestalt von Wolken oder Nebeln bei und diesemüssen daher/wenn sie anders noch aus Sternen bestehen, nochungleich weiter, als jene von uns entfernt seyn. Doch ist es auchmöglieh, daß mehrere von ihnen in der That nur bloße Licht-nebcl, also Himmelskörper von einer ganz andern Art sind, alsdiejenigen, welche wir bisher kennen gelernt haben.

H. 25t). (Aclterc Eiutheiluug dieser Gegenstände in Klassen.)Derselbe vortreffliche Beobachter bemerkte bald, daß diese Gegen-stände, deren er eine so bedeutende Anzahl am Himmel gefundenhatte, große Verschiedenheiten unter sich zeigten, und er fand esdaher für nöthig, zur bessern Uebersicht derselben sie in acht Klas-sen einzutheilen.

Die erste Klaffe enthielt die sehr hellglänzenden Nebel, diesich, auch durch seine besten Telescope, nicht in Sterne auslösenlassen. Herschel führt derselben 288 an. Die zweite enthielt 907lichlschwache, die dritte 978 sehr matt schimmernde, ebenfallsunauflösbare Nebel. Die meisten Gegenstände dieser drei Klassenhaben eine völlig unregelmäßige Gestalt und meistens noch ein-zelne Tbeile, die sich durch ein Heller,es Licht von den übrigen un-terscheiden. In der vierten Klasse führt er die sogenannte»planctarischen Nebel auf, die eine ganz kreisförmige Gestalt,in allen ihren Theilen durchaus dieselbe,Lichtstärke und meistensnoch einen beträchtlichen Durchmesser von fünf, zehn und mehr