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2 (1835) Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels : mit der Darstellung von Sternbildern auf drei Stahlstichen, einer Sternkarte, einer Mondkarte und 23 astronomischen Figuren auf 3 Tafeln
Entstehung
Seite
357
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Sterngruppen und Nebelmassen des Himmels. 85?

tz. 226. (Einzeln« sternreich« Gegenden des Himmels.) Selbstder erste Anblick des Hiniinels, mit unbewaffneten Augen, zeigtuns schon, daß die Sterne, mit welchen er bedeckt ist keineswegsgleichförmig auf ihm vertheilt sind. Wer kennt nicht die schöneGruppe von Sternen am Halse des Stiers, die unter dem Namender Pleiaden oder der Gluckhenne bezeichnet wird. Das Haarder Berenice, die Krippe im Krebse u. f. sind ähnliche dichtge-drängte Sammlungen von Fixsterne», die zu sehr von den anderenin ihrer Nähe verschieden sind, als daß man sie nicht als zusam-men gehörend und gleichsam für ein familienweise verbundenes,für sich abgeschlossenes System von Himmelskörpern zu haltenveranlaßt werden sollte.

§. 227. (Di- Milchstraße.) Was sollen wir aber erst vonder bereits oben betrachteten Milchstraße sagen, von jenem schö-nen, hellen Bogen, der in der Gestalt eines größten Kreises durchden Hin,Niel zieht? Einzelne Theile dieser lichten Zone sind durcheinen ganz besonders hellen Glanz ausgezeichnet, in anderen Ge-genden derselben aber sieht man gleichsam dunkle Oeffnnngen undSpalten und seitwärts auslaufende Aeste. Schon mäßige Fern-röhre lösen uns die hellste» Gegenden dieser Zone in unzähligekleine, dichtgedrängte Fixsterne auf und mit guten Telescopen siehtman, daß diese Stellen immer desto sternreicher sind, je Heller siedem bloßen Auge erscheinen, zum Beweise, daß das Licht dieserStraße bloß von den in ihr gehäuften und dicht gedrängten Ster-nen kommt, obschon in der That mehrere Stellen derselben auchdurch unsere besten Instrumente sich nicht mehr in einzelnen Ster-nen auflösen lassen, wahrscheinlich, weil sie dort zu entfernt vonuns und zu nahe neben einander stehen, um noch einzeln von unserkannt zu werden.

§. 228. (Gestalt d«r Milchstraße.) Der ganze regelmäßigeBau dieser wunderbaren Zone von wahrhaft unzähligen Sternenzeigt uns, daß sie ein isolirtes System von Sonnen an, Himmelbildet, ein System, zu welchem auch unsere eigene Sonne alsein zwar kleiner, aber doch integrirender Theil desselben gehört.Wahrscheinlich sind wir nicht eben weit von dem Mittelpunktedieses Ungeheuern Sonnengebäudes entfernt, weil wir sonst.