210 Die Monde der drei äußersten Planeten.
uns noch sichtbar seyn können. Wahrscheinlich sind daher dieseMonde, so wie ihr Hauplvlanet selbst mit sehr dichten Atmosphärenumgeben, in welchen große Revolutionen statt haben.
§. 140. (Verfinsterungen dieser Monde.) Eben >o ist bereitsfrüher (I. S. 528) bemerkt worden, daß die Verfinsterungen derSatelliten Jupiters uns ein sehr bequemes Mittel gewähren, diegeographische Länge der Beobachtungsorte zu bestimmen, das be-sonders auf der See sehr gut angewendet werden konnte, da dieseFinsternisse so oft wiederkehren und viel häufiger, als bei unsermMonde, vorfallen. In den neueren Zeiten, wo die Theorie unddie Tafeln unseres eigenen Mondes zu einer so großen Vollkom-menheit gebracht worden sind, bedient man sich zu diesem für dieSeefahrt so wichtigen Zwecke vorzugsweise der beobachteten Distanzendes Mondes von den übrigen Gestirnen, allem zur Zeit der Ent-deckung jener Satelliten, im Anfange des siebenzehnten Jahr-hunderts, hatte man kein anderes Mittel, die geographische Längezweier sehr von einander entfernten Orte zu bestimmen, als ebendie Finsternisse dieser Satelliten, da die Finsternisse unseres Mon-des (I. tz. 174. 175) zu selten vorfallen, um auf der See vongroßem Nutzen zu setz».
Sey 8 die Sonne (Fig. 14), I Jupiter, die Bahn
der Erde und alzeck die Bahn eines Satelliten dieses Planeten,wo sich die Erde und der Satellit von West nach Ost oder in derRichtung und alle bewegen. Wen» der Satellit in der
Gegend all seiner Bahn, oder in der Nähe des SchattenkegelsviXck ist, den Jupiter, von der Sonne 8 beschienen, hinter sichwirft, so verschwindet er unseren Blicken, sobald er in diesenSchatten tritt, und verursacht dadurch für die Bewohner desHauptplaneten eine Mondesfinsterniß. Wenn aber der Satellitin der Gegend eck seiner Bahn, zwischen der Sonne und seinemHauptplanelen steht, so wirft er seinen eigenen Schatten auf denletzten und erzeugt dadurch eine Sonuenfinsierniß. (Vergl. I.S. 257.) Mau sieht daraus, daß die Finsternisse dieser Satellitenim Allgemeinen ganz analog mit denen unseres Mondes (I. S.Z25)find, otstchou sie sich auch wieder in einigen Nebenumständenwesentlich von ihnen unterscheiden. Wegen der viel größere»