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2 (1835) Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels : mit der Darstellung von Sternbildern auf drei Stahlstichen, einer Sternkarte, einer Mondkarte und 23 astronomischen Figuren auf 3 Tafeln
Entstehung
Seite
204
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Der Mond.

Daß es auf diesem Sckiffe ganz anders hergebt, als auf deinunseren, daraus folgt noch nicht, daß jene Reisenden weniger glück-lich und zufrieden sind, als wir selbst, da auch sie wahrscheinlich

und der Sprache sevn, die man für diese telegraphische Cor-respondenz bestimmen soll. So viel auch Sprachen auf unsererErde angetroffen werden, so sind sie doch alle auf dem Mondeunbekannt, und es ist sehr möglich, daß die Leute dort gar keineeigentliche Sprache haben und sich auf ganz andere Art untereinander verständlich machen, lind die Zeichen? Diese sindallerdings willkührlich, aber dafür muß auch eine vorläufigeVerabredung vorausgegangen sevn, wenn man anders sich gegensei-tig verstehen will. Wie soll man aber diese Verabredung treffen,da uns auch dazu alle Mittel fehlen? In dieser Verlegenheithat einer unserer ausgezeichnetsten Geometer einen Vorschlaggemacht, der manchem auf den ersten Blick sehr sonderbar, deraber, genauer besehen, doch als der einzig mögliche. erscheinenwird, und der, der Sonderheit der Sache wegen, hier eine kurzeErwähnung verdient, wenn gleich Niemand, und am wenigstender Erfinder des Vorschlags selbst, an eine Ausführung desselbendenkt.

Er ging von der Voraussetzung aus, daß die Leute imMonde, wie sie auch übrigens beschaffen sevn mögen, mit Ver-stand begabte Wesen sind. Wer dieß nicht annehmen will,muß es auch überflüssig .nid selbst thöricht finden, mit diesenGeschöpfen ein« Correspondcnz irgend einer Art zu ctablircn.Wenn sie also, schloß er weiter, in der That verständige We-sen sind, so werden sie, da der Verstand überall derselbe sevnmuß, die eigentliche Verstandes-Wissenschaft, d. h. die Mathematiktreiben. Wenn sie sich aber mit Mathematik beschäftigen, sokönnen ihnen, da sie schon so lange zur Schule gehen, wenig-stens die ersten Hauptsätze der Geometrie nicht unbekannt sevn.Wenn man ihnen daher eine der sprechendsten Figuren der Ele-mentargcometrie, z. B. die bekannte des sogenannten Quadratsder Hvpotenuse, im großen Maaßstnbe, etwa auf einer weitenEbene der Erde verzeichnet, vorlegte, so daß sie dieselben erkennenkönnten, so würden sie wahrscheinlich dadurch aufmerksam gemachtwerden und uns vielleicht mit der Zeit durch eine ähnliche Figur,die sie auf der Mondssläcke ausführen, eine Antwort und einAeichen geben können, daß sie uns verstanden haben. Dadurchwürden wir also wenigstens die lleberzeugnng erhalten haben,daß es dort oben Wesen gibt, die mit Verstand begabt sind undmit denen zu rorrespondircn es der Mühe Werth ist. Sonachwäre der erste Schritt zu einer näheren Bekanntschaft mit denMvndsbürgern gemacht und die andern werden folgen, wennerst dieser ins Reine gebracht seyn wird.