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2 (1835) Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels : mit der Darstellung von Sternbildern auf drei Stahlstichen, einer Sternkarte, einer Mondkarte und 23 astronomischen Figuren auf 3 Tafeln
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Der Mond.

gewöhnlich einen isolieren kegelförmigen Berg haben. Zwei solcheRinggebirge sieht man in der Karte unter den Namen Platound End opus an der nördlichen oder untern Seite der Karte,denn die Zeichnung stellt den Mond in verkehrter Lage dar, wieer durch ein astronomisches Fernrohr erscheint.' Die Bergkettenlaufe» gewöhnlich von sehr hohen Bergrücken aus, von denen siesich wie Lichtstrahlen nach allen Seiten oft auf große Weiten aus-breiten. Solche sieht man auf der Karte bei Kepler und Co-^pernicus ans der Ostseite, besonders bei dem letzten, von demvier große Streifen gegen Norden herab ziehen, nebst mehrerenkleineren, die in der Karte nicht verzeichnet werden konnten. Häufigist der Mittelpunkt oder der Kern dieser Bergketten selbst wiederein hohes Ninggebirg, doch sieht man auch andere Bergzügeohne Ringgebirg, wie z. B. das sehr große, welches auf der West-seite von Eratosthenes, Autolykus, Aristipp nud Cassini hinziehtund östlich von Eudox endet.

In manchen Gegenden des Monds findet man wieder eineMenge einzelner Bergkegel verstreut, die sich isolirt und schroffaus der sie umgebenden Ebene erheben. An andern Stellen siehtman wieder Vertiefungen, die nach Art der Flüsse oder der Stra-ßen, bei geringer Breite und Tiefe, oft viele Meilen weit fortlau-fen, an mehreren Stellen mit Gruben oder Einsenkungen versehensind und meistens zwei oder mehrere Ringgebirge zu verbindenscheinen.

Endlich muß man noch die großen, meist grau gefärbtenFlecken bemerken, in welchen sich nur geringe Unebenheiten, oderkeine Berge finden und die man mit den Namen der Meerebezeichnet hat, wie das iVIure iiubiuin, imlirium, neeturisu. s. w.

H. 1Z6. (Ringgebirge des Monds.) Die Ringgebirge, vondenen wir auf unserer Erde nichts ähnliches aufzuweisen haben,sind in sehr großer Anzahl auf dem Monde zu finden und scheinendurchaus vulkanischen Ursprungs zu seyn. Die Revolutionen,durch die sie erzeugt worden find, müssen von der heftigsten Artgewesen seyn. Der eigentliche Kern des Copernicus ist ein solchesRinggebirge, dessen Inneres ganz das Aussehen eines Kraters hat