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2 (1835) Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels : mit der Darstellung von Sternbildern auf drei Stahlstichen, einer Sternkarte, einer Mondkarte und 23 astronomischen Figuren auf 3 Tafeln
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UrcimiS.

daß wir, indem wir die Bewohner Merkurs durchaus für Genieserklären, die von Jupiter und Saturn aus demselben Grunde fürDummköpfe erkläre!? müßten, was ihm denn doch wieder leid thut,da diese Leute, bei ihren vielen Monden, eine so schöne Gelegenheitzu astronomischer Bildung haben, daher er denn auch die ganze Sachelieber auf sich selbst beruhen lassen will. Dadurch von weiteren Versu-chen dieser Art abgehalten, wagt er es auch nicht, unS seine Mei-nungen von den Bewohnern der anderen Planeten mitzutbeilen,sondern er beschränkt sich bloß auf die Klimate und Jahreszeitenderselben und auf den Anblick des Himmels, dessen Verschiedenhei-ten er für die einzelnen Standpunkte der Beobachter aufzählt.

§. 12-l. (Kircher's Meinung von den Bewohnern der Planeten.)Nicht so vorsichtig benahm sich Kircher in seinem bekannten Itoveestativum. Dieser Jesuit fingirt eine Reise, die er au derHand eines Genius, von Planeten zu Planeten, gemacht bat,und erzählt uns, was ihm daselbst zu Gesichte gekommen seyusoll. Seine Phantasie scheint lebhaft genug, aber nicht gehöriggeregelt, noch durch hinlängliche Kenntnisse unterstützt gewesen zusepu. Dabei seht dieser alte Gegner des Copernicus voraus,daß sämmtliche Planeten unbewohnt seyen, und daß man aufilmen nicht einmal Pflanzen und Bäume finde, wodurch er sichselbst alle Mittel zu artigen Erfindungen, um die es sich hierallein bandelte, abgeschnitten hat. Den Einwurf, daß bei dieserVoraussetzung die Planeten ganz unnütz sind und eben so gut völligweg bleiben könnten, widerlegt er dadurch, daß er beweist, siesetzen alle der Erde und zwar der astrologischen Einflüsse wegenda. die sie auf die Erde ausüben. Diesem gemäß fand er auf derVenus alles gar lieblich und schön, wie es dem Wohnsitze derLiebesgöltin zieint; ein sanftes Rosenlicht war über den ganzenPlaneten ausgegossen, Wohlgcrücke dufteten rings umher, Zephirssäuselten in das Gemurmel der Bäche und ringsum glänzte allesvon Gold und Edelsteinen. Auf dem Jupiter fand er die Luftäußerst rein und gesund, das Wasser spiegelhell und die Erde selbstwie Silber glänzend. Wie konnte er auck? anders, da, nach derLehre der Astrologen, der Einfluß dieser beiden Planeten auf dieMenschen durchaus nur der glücklichste ist, und da die von ihnen